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Dem Thema Bier angemessen waren es keine amerikanische sondern tschechische Wissenschaftler die herausgefunden haben, dass die Erderwärmung dem Hopfen schadet.
In einer Langzeitstudie stellten die Wissenschaftler des Tschechischen Hydrometeorlogischen Instituts fest, dass die Erderwärmung dazu führt, dass die Bitterstoffe im Saazer Hopfen immer mehr abnehmen. Das gelte – so meldet der renommierte New Scientist auch für die klassischen deutschen Anbaugebiete.
Man stelle sich das vor: Das deutsche Pils kann nicht mehr das sein, was es mal war. Dem Klimawandel muss sofort entgegengewirkt werden. Jetzt können nur noch die energischsten Maßnahmen helfen, die deutsche Kulturnation zu retten.
Andererseits: vollzieht die Natur da nicht einfach das nach, was die internationalen Bierkonzerne bereits vorweggenommen haben? Die charakteristische Bitterkeit des norddeutschen Biers pilsner Typs hat in den letzten zwanzig Jahren deutlich abgenommen. Die Bitterkeit, die der deutsche Biertrinken im Kopf hat, hat er eh seit längerem nicht mehr auf der Zunge.
Bitter wäre ein Fortschreiten dieser Entwicklung nur für diejenigen unbedeutenden Brauerein, die versuchen, dem typischen Charakter des Pilses gerecht zu werden. Sie müssen für mehr Hopfengabe tiefer in die Kasse greifen. Aber die spielen auf dem Markt ja eh keine große Rolle.
Also: alles halb so schlimm:
Entwarnung!


