Als Bierboutique Ølwechsel sind wir ja den skandinavischen Bieren ganz besonders verpflichtet. Und seitdem wir nun auch selber in der Zeit des Web 2.0 angekommen sind, machen wir auch Streifzüge durch eben dieses Web. Und dabei sind wir auf ein ganz besonderes Bier gestoßen: Høgørøk Øl! Wer sich mit Skandinavischem Bier und dessen Wirkung noch nicht so auskennt, kann auf der Website der Høgørøk Brauerei viel Wissenswertes erfahren.
Nur zu gerne würden wir an dieser Stelle eines der Produkte dieser Brauerei vorstellen. Leider kommen wir viel zu selten nach Norwegen. (Genau genommen ist noch niemand von uns jemals dort gewesen). Wenn also einer unserer Leser in nächster Zeit an der Høgørøk Brauerei vorbeikommt, möge er uns doch bitte etwas von deren Produkten mitbringen. Besonders interessiert sind wir am legendären Høgørøk Schådel Eksplosion.
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Netzøl: Høgørøk
in Expeditionen ins Bierreich
um
11:50
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Montag, 12. Oktober 2009
Bier und Wein: Entweder oder nicht
... Ach nee, ich bin Weintrinker!So oder so ähnlich bekomme ich nicht selten zur Antwort, wenn ich ein besonderes Bier anpreise. Hm – bei mir ist das anders: Ich trinke zwar Bier, aber auch Wasser. Und Tee und Saft, Kaffee und Milch und ab und zu mal eine Cola.
Oder sollte ich da etwas böswillig missverstanden haben. Beziehen sich diese Leute nur auf alkoholische Getränke?
Nun ist es ja sehr sinnvoll, seinen Alkoholkonsum einzuschränken. Mir mag es aber nicht so recht einleuchten, warum man sich deshalb auf eine bestimmte Sorte alkoholischer Getränke beschränken sollte. – So eine Art Eiweißdiät für Alkoholika?
Bier und Wein: ein stärkeres Gegensatzpaar als in dieser Debatte um Genuss alkoholischer Getränke scheint es kaum zu geben.
Was sind Feuer und Wasser dagegen. Sie gelten zwar als das Gegensatzpaar par excellence, doch dürften wir uns alle einig darin sein, dass wir auf keines von beidem verzichten wollen.
Ganz anders bei Wein und Bier. „Ich bin Weintrinker“ heißt hier: Ich bleib beim Wein, ohne Bier kann ich bestens auskommen (außer vielleicht ein „kühles Blondes“ nach dem Sport). Umgekehrt heißt „Ich bin ja Biertrinker“: Bleib mir mit Wein vom Leibe, den braucht man doch nur um snobistische Pseudokulinarik vorzutäuschen. (Bei einem romantischen Dinner zu zweit würde wohl aber auch „Der Biertrinker“ zum Wein greifen.)
Dass Wein und Bier fast ausschließlich als Gegensatz angesehen werden müssen, ist ebenso ärgerlich wie überflüssig. In nicht unerheblichem Maße – so möchte ich hier postulieren – liegt dass an der Unkenntnis vom jeweils anderen Getränk. (Dass die Kenntnis über das bevorzugte Getränk häufig auch sehr eingeschränkt ist, macht die Sache nicht besser.)
Es geht auch ganz anders. Das macht uns der Blog Weinverkostung.de vor. Schon beim flüchtigen Blick auf die Tagliste fällt auf, dass sich nicht wenige der Beiträge mit Bier beschäftigen. Neben aufschlussreichen Informationen aus der Bierwirtschaft (zB. zur Übernahme von Anheuser-Busch durch InBev) finden sich auch einige Besprechungen ausgewählter Biere (zB verschiedener belgischer Abteibiere )
Dass es ausgerechnet ein Weinblog ist, der gegen das „globale Pilseinerlei“ anschreibt, lässt hoffen, dass es doch eine Freude an Geschmack jenseits der strikten Ablehnung des jeweils anderen Getränks geben kann.
Dienstag, 6. Oktober 2009
Hetzelsdorfer Fränkisches Vollbier
Auf ein gutes Bier verstehen sie sich hier allemal, die Pennings in Hetzelsdorf. Neben Pils und – so es einen Anlas gibt – Festbier, haben Sie ein filtriertes Vollbier und ein unfiltriertes Lagerbier im Ausschank.
Ein typisches Kellerbier haben wir hier vor uns. Soll man es unter die Hellen oder unter die Dunklen einordnen? Als dunklen Bernstein kann man die Farbnote vielleicht bezeichnen, die hier in Hetzelsdorf nicht durch Farbmalz herbeigetuned wurde. Diese Liebe zum Detail bei der Malzgabe sieht man nicht nur, man schmeckt sie auch: Ein leicht malziges Aroma, das aber nicht penetrant karamellig schmeckt. Auch beim Hopfen hat der Braumeister wohl nicht gespart. Das bezieht sich gar nicht so sehr auf die Menge als vielmehr auf die Qualität. Liegt es am handwerklichen Ergeiz oder an der Nähe zu einem der Besten Hopfenanbaugebiete Deutschlands, die Hallertau? Jedenfalls ist die Hopfennote kräftig aber auch wieder nicht penetrant. Die geneigte Leserin wird sicher bereits ahnen, dass wir damit zu dem Schluss kommen, dass das Hetzelsdorfer Vollbier ein großartig ausgewogenes Kellerbier ist, bei dem Alles stimmt: angefangen beim Schaum, über Farbe, Geruch bis hin zum herben aber dennoch malzig vollen Abgang.
Die Meinung der Anderen
Michael Rudolf
2000 Biere
Der endgültige Atlas für die ganze Bierwelt
Hetzelsdorfer Fränkisches Vollbier tapst nicht gar zu finsterfarbig, distinkt gehopft, überaus anspruchsvoll herein. Versteckte Pilsenerallüren mit Malzbetonung auf dem zweiten und vierten Schlag.
in Expeditionen ins Bierreich
um
20:09
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