Auf ein gutes Bier verstehen sie sich hier allemal, die Pennings in Hetzelsdorf. Neben Pils und – so es einen Anlas gibt – Festbier, haben Sie ein filtriertes Vollbier und ein unfiltriertes Lagerbier im Ausschank.
Ein typisches Kellerbier haben wir hier vor uns. Soll man es unter die Hellen oder unter die Dunklen einordnen? Als dunklen Bernstein kann man die Farbnote vielleicht bezeichnen, die hier in Hetzelsdorf nicht durch Farbmalz herbeigetuned wurde. Diese Liebe zum Detail bei der Malzgabe sieht man nicht nur, man schmeckt sie auch: Ein leicht malziges Aroma, das aber nicht penetrant karamellig schmeckt. Auch beim Hopfen hat der Braumeister wohl nicht gespart. Das bezieht sich gar nicht so sehr auf die Menge als vielmehr auf die Qualität. Liegt es am handwerklichen Ergeiz oder an der Nähe zu einem der Besten Hopfenanbaugebiete Deutschlands, die Hallertau? Jedenfalls ist die Hopfennote kräftig aber auch wieder nicht penetrant. Die geneigte Leserin wird sicher bereits ahnen, dass wir damit zu dem Schluss kommen, dass das Hetzelsdorfer Vollbier ein großartig ausgewogenes Kellerbier ist, bei dem Alles stimmt: angefangen beim Schaum, über Farbe, Geruch bis hin zum herben aber dennoch malzig vollen Abgang.
Die Meinung der Anderen
Michael Rudolf
2000 Biere
Der endgültige Atlas für die ganze Bierwelt
Hetzelsdorfer Fränkisches Vollbier tapst nicht gar zu finsterfarbig, distinkt gehopft, überaus anspruchsvoll herein. Versteckte Pilsenerallüren mit Malzbetonung auf dem zweiten und vierten Schlag.
