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Samstag, 17. Juli 2010
Ølwechsel leicht gemacht
Den Schulferien ist es geschuldet, dass im Juli keine Verkostung in der Bierboutique Ølwechsel stattfindet.

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Bierverkostung
Samstag, 29. Mai 2010
Ølwechsel leicht gemacht
Die Bierboutique Ølwechsel veranstaltet an jedem letzten Freitag im Monat eine Bierverkostung. Diesen Monat ist das der 25.06.10.

Bierverkostung
Bierverkostung
am Freitag den 25.06.10
ab 18:30 Uhr
in der Bierboutique Ølwechsel
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32
in Frankfurt am Main
Bitte unbedingt vorher anmelden, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Die Kosten betragen € 15,-
Damit wir genügend Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:
Telefon (069) 71 67 18 59
oder
Verkostung@edlebiere.de
Die Verkostungen richtet sich nicht nur an jene Biertrinkerinnen, die nach Anregungen für einen Ølwechsel suchen, sondern auch an alle, denen die Welt des Biergenusses bislang eher verschlossen geblieben ist.
Verkostet werden 6-8 Biere aus dem Angebot der Bierboutique Ølwechsel. Die Palette reicht von Pils über typisch fränkisches Kellerbier bis hin zu internationalen Spezialitäten.
Gerade jene, die bislang mit Bier noch nicht viel anzufangen wussten, können zB über die belgischen Spezialitäten erfahren, dass Bier auch ganz anders schmecken kann, als jenes tendenziell bittere Getränk, das ihnen immer mal wieder zu Chips angeboten wurde. Bei den Bierproben soll nicht nur das Urteilsvermögen in Bezug auf Aussehen, Geruch und Geschmack der verkosteten Biere geschult werden. Auch das Drumherum soll nicht zu kurz kommen. Schließlich kann es nicht schaden, etwas über den Brauprozess zu wissen, um sich ein sicheres Urteil über ein Bier bilden zu können.
Natürlich ist das Wichtigste bei einer Bierverkostung, Biere probieren zu können, die man sonst nur sehr schwierig in sein Glas bekommt. (Damit sind keine motorischen Probleme beim Einschenken gemeint sondern die geringe Verfügbarkeit besonderer Biere.) Da die Telnehmerinnen und Teilnehmer die Biere ja selber probieren, versuchen wir uns bei der Charakterisierung der Biere zurückzuhalten. Schließlich geht es ja darum, selbst das Geschmackserlebnis zu haben.
Stattdessen legen wir Wert darauf, den Besucherinnen nahe zu bringen, dass es eine Bierwelt jenseits von den im Fernsehen allenthalben beworbenen ‚Premium’ Pilsnern gibt. Enge Kontakte nicht nur mit lokalen Kleinbrauern sondern auch mit fränkischen oder gar belgischen Brauern geben uns hoffentlich die Möglichkeit einen Einblick in die verschiedenen regionalen Brautraditionen zu geben.
Montag, 19. April 2010
Ølwechsel leicht gemacht
Diesen Monat: das offizielle Angrillen
Die Bierboutique Ølwechsel veranstaltet an jedem letzten Freitag im Monat eine Bierverkostung. Diesen Monat ist das der 30.04. 10.
Bierverkostung
am Freitag den 30.04. 10
ab 18:30 Uhr
in der Bierboutique Ølwechsel
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32
in Frankfurt am Main
Die Kosten betragen € 15,-
Damit wir genügend Kohle auflegen und Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:
Telefon (069) 71 67 18 59
oder
Verkostung@edlebiere.de
Unmittelbar vor der nächsten Verkostung werden wir von einer neuen Einkaufstour aus Franken zurückkommen. Die dort erworbenen Preziosen werden wir im Rahmen des Angrillens vorstellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können dabei viel Wissenswertes über die fränkischen Brauereien und Bierspezialitäten erfahren.
In ungezwungener Runde werden wir gemeinsam Grillen und feststellen, welche Biere besonders zum nun endlich erwachenden Frühling passen.
Bier, Brot und Informationen stellen wir, Ihr bevorzugtes Grillgut bringen Sie bitte selber mit.
Und zum Schluss schon mal ein kleiner, dafür um so wichtigerer Tip zu Grillen und Bier: Das Steak mit Bier abzulöschen geht gar nicht! Warum? Dazu hat der Polymerforscher am Max-Planck-Institut Thomas Vilgis einen hervorragenden Artikel geschrieben auf den wir bei der Verkostung sicher zu sprechen kommen.
Geschrieben von Guido Felhölter
in Verkostung
um
19:34
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Tags für diesen Artikel: Bier, Bierprobe, Bierverkostung, Expeditionen ins Bierreich, Frankfurt, fränkisches Bier, Verkostung
Dienstag, 16. Februar 2010
Büchenbacher Bockbier

Wow – Beck ’n Bier Bock: das klingt nach „Rock ’n Roll“ und nach „Bock auf mehr“.
Die Farbgebung des Etiketts allerdings erinnert eher an die achtziger Jahre: Gelb auf Orange mit grünen und braunen Einsprengseln.
Sei’s drum: Original Büchenbacher Bockbier Beck’n Bier Brauereiabfüllung – da geht was.
Es ist ein dunkler Bock. Ein schönes Braun mit einem herbstlich roten Stich. Findet sich da das gedeckte Orange des Etiketts wieder?
Es wird zwar langsam etwas wärmer. Wenn ich aber rausschaue ist es unverkennbar noch Winter. Da darf es dann auch schon mal ein etwas stärkeres Bier sein. Auf dem Etikett des Büchenbacher Bock-Bier steht 7,1 %vol. Das ist recht nah am Doppelbock. Das glaub ich aber nicht.
Man schmeckt den hohen Stammwürzgehalt jedenfalls nicht. Man schmeckt das leicht karamellig, leicht röstige Malz. Das will man ja bei einem gescheiten dunklen Bier. Und man schmeckt eine Menge feinen Hopfens als Gegengewicht. Auch das erwartet man von einem guten fränkischen Bier. Die süße Pampigkeit, die ich bei deutschen Starkbieren so fürchte, die schmeckt man bei diesem Bier nicht. Das ist einwandfrei. Wüsste ich es nicht besser, würde ich dieses Bier als einen hervorragenden Vertreter dunkler Märzenbiere einordnen.
Es ist aber ein durchaus gehaltvolles Bock-Bier und deshalb an diesem feuchtkalten Winterabend genau das richtige.
Donnerstag, 4. Februar 2010
Ølwechsel leicht gemacht
Die Bierboutique Ølwechsel veranstaltet an jedem letzten Freitag im Monat eine Bierverkostung. Diesen Monat ist das der 26.02.10.

Bierverkostung
Bierverkostung
am Freitag den 26.02.10
ab 18:30 Uhr
in der Bierboutique Ølwechsel
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32
in Frankfurt am Main
Bitte unbedingt vorher anmelden, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Die Kosten betragen € 15,-
Damit wir genügend Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:
Telefon (069) 71 67 18 59
oder
Verkostung@edlebiere.de
Die Verkostungen richtet sich nicht nur an jene Biertrinkerinnen, die nach Anregungen für einen Ølwechsel suchen, sondern auch an alle, denen die Welt des Biergenusses bislang eher verschlossen geblieben ist.
Verkostet werden 6-8 Biere aus dem Angebot der Bierboutique Ølwechsel. Die Palette reicht von Pils über typisch fränkisches Kellerbier bis hin zu internationalen Spezialitäten.
Gerade jene, die bislang mit Bier noch nicht viel anzufangen wussten, können zB über die belgischen Spezialitäten erfahren, dass Bier auch ganz anders schmecken kann, als jenes tendenziell bittere Getränk, das ihnen immer mal wieder zu Chips angeboten wurde. Bei den Bierproben soll nicht nur das Urteilsvermögen in Bezug auf Aussehen, Geruch und Geschmack der verkosteten Biere geschult werden. Auch das Drumherum soll nicht zu kurz kommen. Schließlich kann es nicht schaden, etwas über den Brauprozess zu wissen, um sich ein sicheres Urteil über ein Bier bilden zu können.
Natürlich ist das Wichtigste bei einer Bierverkostung, Biere probieren zu können, die man sonst nur sehr schwierig in sein Glas bekommt. (Damit sind keine motorischen Probleme beim Einschenken gemeint sondern die geringe Verfügbarkeit besonderer Biere.) Da die Telnehmerinnen und Teilnehmer die Biere ja selber probieren, versuchen wir uns bei der Charakterisierung der Biere zurückzuhalten. Schließlich geht es ja darum, selbst das Geschmackserlebnis zu haben.
Stattdessen legen wir Wert darauf, den Besucherinnen nahe zu bringen, dass es eine Bierwelt jenseits von den im Fernsehen allenthalben beworbenen ‚Premium’ Pilsnern gibt. Enge Kontakte nicht nur mit lokalen Kleinbrauern sondern auch mit fränkischen oder gar belgischen Brauern geben uns hoffentlich die Möglichkeit einen Einblick in die verschiedenen regionalen Brautraditionen zu geben.
Diesmal wollen wir uns wieder auf fränkische Spezialitäten konzentrieren.
Franken ist ja nicht gerade als Pilsgegend berühmt. Dennoch haben wir bei unseren Besuchen in Franken einige hervorragende Vertreter dieses Biertyps gefunden. Mindestens einen davon wollen wir vorstellen. Bekannt ist die Gegend für ihr Kellerbier. Und das wird bei der Bierprobe natürlich auch nicht fehlen - sei es unter dem Namen Kellerbier, Vollbier oder Lagerbier. Das kann uns dann auch Gelegenheit geben zu klären, was es mit all den Namen auf sich hat. Um wirdunserer Veranstaltung den richtigen Rahmen zu geben, darf in der Vorstellung natürlich auch ein typisches fränkisches Festbier nicht fehlen. Die Vorstellung unseres Sortiments wird durch die Verkostung einer oder zweier der belgischen Spezialitäten abgerundet werden.
Geschrieben von Guido Felhölter
in Verkostung
um
19:13
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Tags für diesen Artikel: Bierprobe, Bierverkostung, Franken, Frankfurt, fränkisches Bier, Verkostung
Donnerstag, 28. Januar 2010
Warum nicht? – Das Deutsche Reinheitsgebot II
Teil 2: Der Hopfen
Aber darauf, dass Gott es erhalte, vertrauen die meisten Bauern gerade in Hinblick auf den Hopfen nicht. Mehr Vertrauen setzen Sie da schon auf die umfangreiche Produktpalette der chemischen Industrie.
Beim Hopfen handelt es sich um eine sehr empfindliche Pflanze, die einer sehr eingehenden Hege und Pflege bedarf. Der Kunstdünger hinterlässt dabei seine Grüße in Form der sich inzwischen in aller Munde befindlichen Nitrate. Als Pestizide beim Hopfen sind dann zum Beispiel das hochgiftige Triphenylzinn oder Chlorthalonil sehr beliebt. Letzteres steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Dessen ungeachtet wurde von der Bundesregierung der Grenzwert in Bezug auf Hopfen seit 2001 um das fünftausendfache erhöht.
Nun könnte der Hopfen ja auch nach der Ernte noch verderben. Dagegen hilf Schwefel. Und der wird denn auch oft zur Hand genommen. Bis zu zehn Gramm je Kilogramm Hopfen.
Die Vorstellung, der Hopfen werde in Form der so herrlich duftenden wie aussehenden Hopfendolden im Verlauf des Brauprozesses zugesetzt, ist zwar recht romantisch, entspricht aber zumeist nicht der Realität. Der Hopfen wird oft in Form von gepressten so genannten Pellets oder von flüssigen Auszügen der Würze beigegeben. Folgerichtig finden wir in der Zutatenliste vieler Biere denn auch die Bezeichnung ‚Hopfenextrakt’. Dieser Extrakt muss aus dem Hopfen ja nun erstmal extrahiert werden. Und dazu werden chemische Lösungsmittel wie Methylenchlorid oder Hexan verwendet.
Das Reinheitsgebot hat mit all dem rein gar nichts zu tun. Wollen wir reine Zutaten haben, so bleibt uns nichts übrig, als auch beim Bier auf ökologisch angebaute Zutaten zurückzugreifen.
... Und nächstes Mal: Die Zusatzstoffe.
„Hopfen und Malz — Gott erhalt‘s“
Aber darauf, dass Gott es erhalte, vertrauen die meisten Bauern gerade in Hinblick auf den Hopfen nicht. Mehr Vertrauen setzen Sie da schon auf die umfangreiche Produktpalette der chemischen Industrie.
Beim Hopfen handelt es sich um eine sehr empfindliche Pflanze, die einer sehr eingehenden Hege und Pflege bedarf. Der Kunstdünger hinterlässt dabei seine Grüße in Form der sich inzwischen in aller Munde befindlichen Nitrate. Als Pestizide beim Hopfen sind dann zum Beispiel das hochgiftige Triphenylzinn oder Chlorthalonil sehr beliebt. Letzteres steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Dessen ungeachtet wurde von der Bundesregierung der Grenzwert in Bezug auf Hopfen seit 2001 um das fünftausendfache erhöht.
Nun könnte der Hopfen ja auch nach der Ernte noch verderben. Dagegen hilf Schwefel. Und der wird denn auch oft zur Hand genommen. Bis zu zehn Gramm je Kilogramm Hopfen.
Die Vorstellung, der Hopfen werde in Form der so herrlich duftenden wie aussehenden Hopfendolden im Verlauf des Brauprozesses zugesetzt, ist zwar recht romantisch, entspricht aber zumeist nicht der Realität. Der Hopfen wird oft in Form von gepressten so genannten Pellets oder von flüssigen Auszügen der Würze beigegeben. Folgerichtig finden wir in der Zutatenliste vieler Biere denn auch die Bezeichnung ‚Hopfenextrakt’. Dieser Extrakt muss aus dem Hopfen ja nun erstmal extrahiert werden. Und dazu werden chemische Lösungsmittel wie Methylenchlorid oder Hexan verwendet.
Das Reinheitsgebot hat mit all dem rein gar nichts zu tun. Wollen wir reine Zutaten haben, so bleibt uns nichts übrig, als auch beim Bier auf ökologisch angebaute Zutaten zurückzugreifen.
... Und nächstes Mal: Die Zusatzstoffe.
Samstag, 9. Januar 2010
Verkostung: Die Pils-Blindprobe wird nachgeholt
Die Bierboutique Ølwechsel veranstaltet an jedem letzten Freitag im Monat eine Bierverkostung.

Wegen Krankheit musste zum Ausklang des letzten Jahres die Pils-Blindprobe ausfallen. Die wollen wir nun nachholen und veranstalten deshalb eine
Bierverkostung
am Freitag den 29.1.10
ab 18:30 Uhr
in der Bierboutique Ølwechsel
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32
in Frankfurt am Main.
Die Kosten betragen € 15,-
Damit wir genügend Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:
Telefon (069) 71 67 18 59
oder
Verkostung@edlebiere.de
Dieses Mal möchten wir uns also auf einen Klassiker rückbesinnen, auch wenn wir diese Veranstaltung erst einmal durchgeführt haben:
Die Pils Blindprobe.
"Verkostung: Die Pils-Blindprobe wird nachgeholt" vollständig lesen »
Wegen Krankheit musste zum Ausklang des letzten Jahres die Pils-Blindprobe ausfallen. Die wollen wir nun nachholen und veranstalten deshalb eine
Bierverkostung
am Freitag den 29.1.10
ab 18:30 Uhr
in der Bierboutique Ølwechsel
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32
in Frankfurt am Main.
Die Kosten betragen € 15,-
Damit wir genügend Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:
Telefon (069) 71 67 18 59
oder
Verkostung@edlebiere.de
Dieses Mal möchten wir uns also auf einen Klassiker rückbesinnen, auch wenn wir diese Veranstaltung erst einmal durchgeführt haben:
Die Pils Blindprobe.
"Verkostung: Die Pils-Blindprobe wird nachgeholt" vollständig lesen »
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Warum nicht? – Das Deutsche Reinheitsgebot I
Teil 1: Gerste, Hopfen und Wasser
So, so: Gerste, Hopfen und Wasser: Was soll eigentlich dabei herauskommen, wenn man sich bei der Getränkezubereitung peinlich an diese Zutatenliste hält? Bier? Mitnichten! Probieren sie es. Aber seien sie auf die Reinheiten der Zutaten bedacht. Als Ergebnis werden sie eine Flüssigkeit erhalten, die an Malzbonbons mit einem recht bitteren Nachgeschmack erinnert.
Bier wird erst daraus, wenn man es mit der Reinheit nicht gar zu genau nimmt:
Stellen sie ihre Maische offen so hin, dass alles, was in der Luft so kreucht und fleucht an ihre Mischung gelangen kann. Zumeist werden sich nun irgendwelche Bakterien und Schimmelpilze einnisten, und das Gebräu ungenießbar machen. Haben sie aber Glück, gibt es bei Ihnen geeignete Hefepilze, die die Oberhand gewinnen: Heissa, mit Viel Glück und wenig Reinheit erhalten sie etwas, was durchaus als Bier bezeichnet werden kann. Der Geschmack dürfte etwas gewöhnungsbedürftig sein.
Aus Deutschland ist mir ein so hergestelltes Bier nicht bekannt. In Belgien wird das gemacht. Im Südwesten von Brüssel kommen die Hefekulturen Brettanomyces Bruxullensis" und "Brettanomyces Lambicus“ natürlich vor und setzen einen Gärprozess in Gang, der die Maische in ein köstliches Lambic verwandelt.
... und demnächst widmen wir uns der Frage, wie rein das nach dem Reinheitsgebot gebraute Bier eigentlich ist.
Wir wollen auch sonderlichen dass füran allenthalben in unsern stetten märckthen un auf dem lannde zu kainem pier merer stückh dan allain gersten, hopfen un wasser genommen un gepraucht solle werdn.
So, so: Gerste, Hopfen und Wasser: Was soll eigentlich dabei herauskommen, wenn man sich bei der Getränkezubereitung peinlich an diese Zutatenliste hält? Bier? Mitnichten! Probieren sie es. Aber seien sie auf die Reinheiten der Zutaten bedacht. Als Ergebnis werden sie eine Flüssigkeit erhalten, die an Malzbonbons mit einem recht bitteren Nachgeschmack erinnert.
Bier wird erst daraus, wenn man es mit der Reinheit nicht gar zu genau nimmt:
Stellen sie ihre Maische offen so hin, dass alles, was in der Luft so kreucht und fleucht an ihre Mischung gelangen kann. Zumeist werden sich nun irgendwelche Bakterien und Schimmelpilze einnisten, und das Gebräu ungenießbar machen. Haben sie aber Glück, gibt es bei Ihnen geeignete Hefepilze, die die Oberhand gewinnen: Heissa, mit Viel Glück und wenig Reinheit erhalten sie etwas, was durchaus als Bier bezeichnet werden kann. Der Geschmack dürfte etwas gewöhnungsbedürftig sein.
Aus Deutschland ist mir ein so hergestelltes Bier nicht bekannt. In Belgien wird das gemacht. Im Südwesten von Brüssel kommen die Hefekulturen Brettanomyces Bruxullensis" und "Brettanomyces Lambicus“ natürlich vor und setzen einen Gärprozess in Gang, der die Maische in ein köstliches Lambic verwandelt.
... und demnächst widmen wir uns der Frage, wie rein das nach dem Reinheitsgebot gebraute Bier eigentlich ist.
Sonntag, 8. November 2009
Meister Vollbier

Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen: Es wird Herbst.
Und eine der besten Möglichkeiten, dieser Tatsache ins Auge zu sehen ist es, sich ein Glas Meister Vollbier einzuschenken.
Schon vom Anblick kann man sich die Freuden des Herbstes ausmahlen. Nämlich in den rotgoldenen Herbsttönen, in denen das Meister Vollbier im Glas leuchtet.
Wer bereits einmal auf der Terrasse der Brauerei Meister in Unterzaunsbach gesessen hat, bekommt bereits beim Anblick dieses Bieres Heimweh nach dort — oder wie heißt es in so einem Fall?
Wer noch nie da war, sollte den rotgoldenen Herbst zu einem Ausflug nutzen, um am fröhlich dahinplätschernden Trubach eine Forelle zu essen und ein Meister Vollbier dazu zu trinken.
Wer aber dazu keine Möglichkeit hat, kann immerhin aus der Ferne an diesem herbstlichen Genuss teilhaben.
Sittsehen kann man sich an dem Anblick nicht, deshalb sollte man einen beherzten Schluck tun.
Was man dann erlebt, ist ein Meisterwerk:
Man schmeckt Malz. Aber keinen schweren Karamellgeschmack, wie man es von manch dunklen Bieren gewohnt ist. Man schmeckt Hopfen. Man schmeckt sogar kräftig Hopfen. Dass bedeutet aber nicht, dass das Bier in die Kategorie bitter einzuordnen wäre. Das Hopfenaroma des Aromahopfens harmoniert mit der leichten süße des Malzes wie die Farbe des Bieres mit den Stimmungen des Herbstes.
Die Rezenz ist eher zurückhalten, es ist eben ein Kellerbier. Das heißt der Kohlensäuregehalt ist geringer als bei vielen anderen Bieren, weil beim Gärprozess mehr Kohlensäure entweichen durfte. Niedrig gespundet nennt sich das. Das bedeutet aber keinesfalls, dass das Meister Vollbier fad schmeckt.
Dieses Bier ist für mich der Innbegriff des fränkischen Bieres. Mag man es nun Lagerbier, Bauernbier, Kellerbier oder schlicht Vollbier nennen.
Dieser Name auf dem Etikett ist ein nettes understatement, benennt es doch schlicht ein Bier mit einem Stammwürzgehalt zwischen 11% und 16%. Das entspricht dem Alkoholgehalt eines normal starken Bieres von knapp 4% bis gut 5%.
Tatsächlich bedarf es keiner genaueren Etikettierung. Denn Meisterbräu braut wie viele andere fränkische Kleinbrauereien nur eine Biersorte — sieht man vom saisonal gebrauten Festbier ab.
Bei Meister gibt es — abgesehen von den bereits erwähnten Forellen noch eine weitere Spezialität: Einen Bierbrand.
Mag ein Schnaps aus Bier zunächst etwas abwegig wirken, so muss man sich vor Augen führen, das ein Whisky genau genommen nichts anderes als ein Bierbrand ist — dem allerdings kein Hopfen zugeführt wurde.
Der Bierbrand von Meister ist jedoch kein Whiskey sondern wurde aus dem frischen Vollbier von Meister destilliert und ist eine gute Ergänzung zu dem köstlichen Bier.
Freitag, 6. November 2009
Ølwechsel leicht gemacht
Die Bierverkostung
am Freitag den 11.12.09
muss wegen Krankheit leider ausfallen.
am Freitag den 11.12.09
muss wegen Krankheit leider ausfallen.
Montag, 2. November 2009
Rittmayer Landbier vs. Lieberth Lagerbier
Letztes Wochenende waren wir wieder auf Einkaufstour in Franken. Dabei führte uns unser Weg auch nach Hallerndorf. Dort gibt es die zwei Brauereien Lieberth und Rittmayer. Vom Wirtshaus der einen kommt man leicht – auch unter widrigen Umständen – in das Wirtshaus der anderen Brauereien. Wer das möchte, kann also den Vergleich der beiden Biere ohne Probleme vor Ort vornehmen.
Ein befreundeter Brauer (Lars, ließt du mit?) hat mir mal erläutert, dass der Reifungsprozess eines Bieres sich im zunehmend harmonischen Zusammenspiel der Zutaten widerspiegelt. Anfangs könne man noch gut die Geschmäcker der einzelnen Zutaten herausschmecken und mit zunehmender Reife werden sie zu einem harmonischen ganzen.
Ob es nun an der unterschiedlichen Reife der beiden probierten Biere liegt, oder an anderen Gründen. Diese beiden Biere, die in Spuckentfernung zueinander gebraut werden, weisen ganz unterschiedliche Charaktere auf.
Probiert haben wir das Hallerndorfer Landbier hell der Rittmayer Barauerei gegen das Lagerbier der Brauerei Lieberth.
Lieberths Lagerbier betört durch seine fränkischen Hopfendröhnung. Die bleibt aber nicht einsam in der Ecke stehen sondern wird sehr lecker von einem vollschlanken Malzkörper ergänzt.
Das Hallerndorfer Landbier kann seine Herkunft auch nicht verleugnen und kommt ebenso mit einer deutlichen Hopfenbittere daher. Dem steht aber – zumindest wenn man vorher ein Lieberth Lagerbier getrunken hat – eine deutliche Süße gegenüber. Beides will sich nicht so recht in einem gemeinsamen Körper finden. Ob ich mit dem Öffnen der Flasche nicht so voreilig hätte sein sollen?
Geschrieben von Guido Felhölter
in Verkostung
um
14:12
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Tags für diesen Artikel: Bierbeschreibung, Expeditionen ins Bierreich, fränkisches Bier, Verkostung, Vollbier
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Ølwechsel leicht gemacht
Die Bierboutique Ølwechsel veranstaltet an jedem letzten Freitag im Monat eine Bierverkostung. Diesen Monat ist das der 30.10.09.

Bierverkostung
am Freitag den 30.10.09
ab 18:30 Uhr
in der Bierboutique Ølwechsel
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32
in Frankfurt am Main
Bitte unbedingt vorher anmelden, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Die Kosten betragen € 15,-
Damit wir genügend Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:
Telefon (069) 71 67 18 59
oder
Verkostung@edlebiere.de
Die Verkostungen richtet sich nicht nur an jene Biertrinkerinnen, die nach Anregungen für einen Ølwechsel suchen, sondern auch an alle, denen die Welt des Biergenusses bislang eher verschlossen geblieben ist.
Verkostet werden jeweils 6-8 Biere aus dem Angebot der Bierboutique Ølwechsel. Die Palette reicht von Pils über typisch fränkisches Kellerbier bis hin zu internationalen Spezialitäten wie belgisches Trappistenbier oder dänisches Hollerblütenbier.
Gerade jene, die bislang mit Bier noch nicht viel anzufangen wussten, können zB über die belgischen Spezialitäten erfahren, dass Bier auch ganz anders schmecken kann, als jenes tendenziell bittere Getränk, das ihnen immer mal wieder zu Chips angeboten wurde. Bei den Bierproben soll nicht nur das Urteilsvermögen in Bezug auf Aussehen, Geruch und Geschmack der verkosteten Biere geschult werden. Auch das Drumherum soll nicht zu kurz kommen. Schließlich kann es nicht schaden, etwas über den Brauprozess zu wissen, um sich ein sicheres Urteil über ein Bier bilden zu können.
Natürlich ist das Wichtigste bei einer Bierverkostung, Biere probieren zu können, die man sonst nur sehr schwierig in sein Glas bekommt. (Damit sind keine motorischen Probleme beim Einschenken gemeint sondern die geringe Verfügbarkeit besonderer Bierie.) Da die Telnehmerinnen und Teilnehmer die Biere ja selber probieren, versuchen wir uns bei der Charakterisierung der Biere zurückzuhalten. Schließlich geht es ja darum, selbst das Geschmackserlebnis zu haben.
Stattdessen legen wir Wert darauf, den Besucherinnen nahe zu bringen, dass es eine Bierwelt jenseits von den im Fernsehen allenthalben beworbenen ‚Premium’ Pilsnern gibt. Enge Kontakte nicht nur mit lokalen Kleinbrauern sondern auch mit fränkischen oder gar belgischen Brauern geben uns hoffentlich die Möglichkeit einen Einblick in die verschiedenen regionalen Brautraditionen zu geben.
Wir versuchen monatlich abwechselnd je eine Verkostung quer durch unser Sortiment sich mit einer Verkostung zu einem speziellen Thema abwechseln zu lassen.
Unsere Eskapaden in die Welt der belgischen Spezialitäten bei der letzten Verkostung waren ja ein voller Erfolg. Wir wissen aber auch, das es Bierfreunde und -freundinnen gibt, die sich gerne den Feinheiten fränkischer Bierbraukunst widmen wollen. Und all denen versuchen wir bei dieser Verkostung gerecht zu werden.
Franken ist ja nicht gerade als Pilsgegend berühmt. Dennoch haben wir bei unseren Besuchen in Franken einige hervorragende Vertreter dieses Biertyps gefunden. Mindestens einen davon wollen wir vorstellen. Bekannt ist die Gegend für ihr Kellerbier. Und das wird bei der Bierprobe natürlich auch nicht fehlen - sei es unter dem Namen Kellerbier, Vollbier oder Lagerbier. Das kann uns dann auch Gelegenheit geben zu klären, was es mit all den Namen auf sich hat. Um unserer Veranstaltung den richtigen Rahmen zu geben, darf in der Vorstellung natürlich auch ein typisches fränkisches Festbier nicht fehlen. Ob wir uns auch einer der gewagteren fränkischen Spezialitäten widmen - dem Rauchbier - ist noch nicht endgültig entschieden. Klar ist aber, das die Vorstellung unseres Sortiments durch die Verkostung einer oder zweier der belgischen Spezialitäten abgerundet werden wird.
Bierverkostung
am Freitag den 30.10.09
ab 18:30 Uhr
in der Bierboutique Ølwechsel
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32
in Frankfurt am Main
Bitte unbedingt vorher anmelden, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Die Kosten betragen € 15,-
Damit wir genügend Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:
Telefon (069) 71 67 18 59
oder
Verkostung@edlebiere.de
Die Verkostungen richtet sich nicht nur an jene Biertrinkerinnen, die nach Anregungen für einen Ølwechsel suchen, sondern auch an alle, denen die Welt des Biergenusses bislang eher verschlossen geblieben ist.
Verkostet werden jeweils 6-8 Biere aus dem Angebot der Bierboutique Ølwechsel. Die Palette reicht von Pils über typisch fränkisches Kellerbier bis hin zu internationalen Spezialitäten wie belgisches Trappistenbier oder dänisches Hollerblütenbier.
Gerade jene, die bislang mit Bier noch nicht viel anzufangen wussten, können zB über die belgischen Spezialitäten erfahren, dass Bier auch ganz anders schmecken kann, als jenes tendenziell bittere Getränk, das ihnen immer mal wieder zu Chips angeboten wurde. Bei den Bierproben soll nicht nur das Urteilsvermögen in Bezug auf Aussehen, Geruch und Geschmack der verkosteten Biere geschult werden. Auch das Drumherum soll nicht zu kurz kommen. Schließlich kann es nicht schaden, etwas über den Brauprozess zu wissen, um sich ein sicheres Urteil über ein Bier bilden zu können.
Natürlich ist das Wichtigste bei einer Bierverkostung, Biere probieren zu können, die man sonst nur sehr schwierig in sein Glas bekommt. (Damit sind keine motorischen Probleme beim Einschenken gemeint sondern die geringe Verfügbarkeit besonderer Bierie.) Da die Telnehmerinnen und Teilnehmer die Biere ja selber probieren, versuchen wir uns bei der Charakterisierung der Biere zurückzuhalten. Schließlich geht es ja darum, selbst das Geschmackserlebnis zu haben.
Stattdessen legen wir Wert darauf, den Besucherinnen nahe zu bringen, dass es eine Bierwelt jenseits von den im Fernsehen allenthalben beworbenen ‚Premium’ Pilsnern gibt. Enge Kontakte nicht nur mit lokalen Kleinbrauern sondern auch mit fränkischen oder gar belgischen Brauern geben uns hoffentlich die Möglichkeit einen Einblick in die verschiedenen regionalen Brautraditionen zu geben.
Wir versuchen monatlich abwechselnd je eine Verkostung quer durch unser Sortiment sich mit einer Verkostung zu einem speziellen Thema abwechseln zu lassen.
Unsere Eskapaden in die Welt der belgischen Spezialitäten bei der letzten Verkostung waren ja ein voller Erfolg. Wir wissen aber auch, das es Bierfreunde und -freundinnen gibt, die sich gerne den Feinheiten fränkischer Bierbraukunst widmen wollen. Und all denen versuchen wir bei dieser Verkostung gerecht zu werden.
Franken ist ja nicht gerade als Pilsgegend berühmt. Dennoch haben wir bei unseren Besuchen in Franken einige hervorragende Vertreter dieses Biertyps gefunden. Mindestens einen davon wollen wir vorstellen. Bekannt ist die Gegend für ihr Kellerbier. Und das wird bei der Bierprobe natürlich auch nicht fehlen - sei es unter dem Namen Kellerbier, Vollbier oder Lagerbier. Das kann uns dann auch Gelegenheit geben zu klären, was es mit all den Namen auf sich hat. Um unserer Veranstaltung den richtigen Rahmen zu geben, darf in der Vorstellung natürlich auch ein typisches fränkisches Festbier nicht fehlen. Ob wir uns auch einer der gewagteren fränkischen Spezialitäten widmen - dem Rauchbier - ist noch nicht endgültig entschieden. Klar ist aber, das die Vorstellung unseres Sortiments durch die Verkostung einer oder zweier der belgischen Spezialitäten abgerundet werden wird.
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