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    <title type="html">BierBericht</title>
    <subtitle type="html">Ein Blog zum Thema Bier</subtitle>
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        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-11-15T18:32:00Z</published>
        <updated>2012-01-24T18:43:46Z</updated>
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        <title type="html">Ølwechsel leicht gemacht</title>
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<br />
Die nächste<br />
<h2>Bierverkostung</h2><br />
findet am Freitag den 24.2.12<br />
ab 18:30 Uhr<br />
<br />
in der Bierboutique Ølwechsel<br />
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32 <br />
in Frankfurt am Main<br />
<br />
statt.<br />
<br />
Bitte unbedingt vorher anmelden, da die Kapazitäten begrenzt sind.<br />
Die Kosten betragen € 20,-<br />
<br />
Damit wir genügend Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:<br />
Telefon (069) 71 67 18 59<br />
oder<br />
Verkostung@edlebiere.de<br />
<br />
<br />
Die Verkostungen richtet sich nicht nur an jene Biertrinkerinnen, die nach Anregungen für einen Ølwechsel suchen, sondern auch an alle, denen die Welt des Biergenusses bislang eher verschlossen geblieben ist.<br />
Verkostet werden  6-8 Biere aus dem Angebot der Bierboutique Ølwechsel. Die Palette reicht von Pils über typisch fränkisches Kellerbier bis hin zu internationalen Spezialitäten.<br />
<br />
Gerade jene, die bislang mit Bier noch nicht viel anzufangen wussten, können zB über die belgischen Spezialitäten erfahren, dass Bier auch ganz anders schmecken kann, als jenes tendenziell bittere Getränk, das ihnen immer mal wieder zu Chips angeboten wurde. Bei den Bierproben soll nicht nur das Urteilsvermögen in Bezug auf Aussehen, Geruch und Geschmack der verkosteten Biere geschult werden. Auch das Drumherum soll nicht zu kurz kommen. Schließlich kann es nicht schaden, etwas über den Brauprozess zu wissen, um sich ein sicheres Urteil über ein Bier bilden zu können.<br />
<br />
Natürlich ist das Wichtigste bei einer Bierverkostung, Biere probieren zu können, die man sonst nur sehr schwierig in sein Glas bekommt. (Damit sind keine motorischen Probleme beim Einschenken gemeint sondern die geringe Verfügbarkeit besonderer Biere.) Da die Telnehmerinnen und Teilnehmer die Biere ja selber probieren, versuchen wir uns bei der Charakterisierung der Biere zurückzuhalten. Schließlich geht es ja darum, selbst das Geschmackserlebnis zu haben.<br />
<br />
Stattdessen legen wir Wert darauf, den Besucherinnen nahe zu bringen, dass es eine Bierwelt jenseits von den im Fernsehen allenthalben beworbenen ‚Premium’ Pilsnern gibt. Enge Kontakte nicht nur mit lokalen Kleinbrauern sondern auch mit fränkischen oder gar belgischen Brauern geben uns hoffentlich die Möglichkeit einen Einblick in die verschiedenen regionalen Brautraditionen zu geben.  
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        <dc:subject>Belgien</dc:subject>
<dc:subject>Bier</dc:subject>
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        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-07-01T12:16:00Z</published>
        <updated>2011-07-01T12:16:00Z</updated>
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        <title type="html">Moriau Oude Geuze</title>
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                <!-- s9ymdb:78 --><img class="serendipity_image_left" width="300" height="385" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/MoriauKlein.JPG" alt="" />Und hier noch mal eines der <a href="http://www.edlebiere.de/Blog/plugin/tag/Geuze" title="Geuze">spontan vergorenen Biere</a> aus Belgien: Das Moriau Oude Geuze, offensichtlich aus Lambic der <a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/57-Geuze-Boon.html" title="Geuze Boon">Brauerei Boon</a> hergestellt wurde.<br />
<br />
Die Flasche ist sehr schön, das Bier auch. Und es riecht auch gut. Und es schmeckt auch gut.<br />
<br />
Mit 6.4 % vol. ist es recht stark für ein Geuze. Zunächst mal, wie man bei einem Geuze erwartet frisch, fruchtig, säuerlich.<br />
Eingedenk der Überlegung, wie schwierig es ist, Geschmack zu beschreiben [] möchte ich das doch etwas konkretisieren:<br />
<br />
Das Moriau Oude Geuze schmeckt also läuerlich, aber nicht wirklich sauer, ich habe schon deutlich saurere Geuze getrunken. Ich würde es als trocken bezeichnen, nicht aber zur Kategorie der knochentrockenen Geuzes zählen.<br />
Häufig hört mal als erste Assoziation bei einem Geuze (zumindest von Hessen), dass es nach Apfelwein schmecke. Beim Moriau Geuze würde mich das wundern. Es schmeckt nicht nach Apfelwein. Aber wenn man will, kann man vielleicht Pampelmuse schmecken.<br />
<br />
Das man dieses Bier als trocken bezeichnen kann, liegt sicher auch an einer ganz spezifischen Bitterkeit. Die ist anders, als sie der deutsche Biertrinker von einem herben Pils kennt. Sie ist zwar sicherlich zu einem großen Teil auf den Hopfen zurückzuführen, wenn ich sie aber beschreiben sollte, würde ich den Hopfen außen vor lassen und von dem Weißen sprechen, dass beim Schälen einer Pampelmuse immer so schwierig abzubekommen ist.<br />
<br />
Auch das Moriau Oude Geuze hat lange in Eichenfässern reifen dürfen (mindestens zwei Jahre). Das schmeckt man. Ich finde aber, dass der von den Eichenfässern hervorgerufene Geschmack wie bei vielen anderen Geuzes auch etwas zu prägnant ist.<br />
<br />
Trotz dieser leichten Schwäche – die die meisten Geuzes haben – ist das Moriau Oude Geuze ein sehr leckeres ausgewogenes Geuze. Es schmeckt wie eine mit Holzwolle ausgelegte Kiste voll mit Pampelmusen.<br />
 
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        <dc:subject>Belgien</dc:subject>
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<dc:subject>Lambic</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/87-Beschreibung-des-Aromas-von-Bieren-Einige-kleine-UEberlegungen.html" rel="alternate" title="Beschreibung des Aromas von Bieren: Einige kleine Überlegungen" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-06-22T12:07:08Z</published>
        <updated>2011-06-22T12:07:08Z</updated>
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        <title type="html">Beschreibung des Aromas von Bieren: Einige kleine Überlegungen</title>
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<br />
Aber wie beschreibt man die verschiedenen Geschmäcker – resp. Gerüche? Mit süß, salzig, sauer und bitter kommt man nicht weit. Nun ja, man kennt es ja vom Wein: Da wird auf Aromaträger verwiesen, deren Geschmack und Geruch dem Leser als bekannt vorausgesetzt werden: Kirsch, Himbeere, Waldbeeren, Gras, Sattelleder – Wobei: Ich gehe davon aus, dass bislang eher wenige Weintrinker an einem Sattel geleckt haben.<br />
<br />
Auch bei den Beschreibungen der charakteristischen Aromen von Bieren hat sich vor allem im angelsächsischen Raum (ich nehme an auch in Belgien – darüber weiß ich aber wenig, da ich weder flämisch noch französisch kann) inzwischen ein gewisser Kanon aus umschreibenden Begriffen herausgebildet. Auch hier sind die Früchte sehr beliebt.<br />
<br />
Kommen wir also zunächst zurück auf die Waldbeeren: Was zum Teufel soll das charakteristische Aroma von Waldbeeren sein? Was ist mit Waldbeeren denn überhaupt gemeint? Im Wald (oder zumindest am Waldrand) wachsen Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, dann je nach Wald auch Heidelbeeren, Moosbeeren, Preiselbeeren bis hin zu Schlehen, Hagebutten, Sanddorn oder gar Wacholderbeeren. Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte einfach mal, dass sie je nach Zusammensetzung recht unterschiedlich schmecken. Gibt es einen gemeinsamen Nenner bei ihren Aromen? Ich kann nicht wirklich einen erkennen.<br />
<br />
Ich denke, es geht hier gar nicht um die Aromen selber, sondern um die Assoziation, durch den romantisch grünen Wald zu streifen und hi und da die ein oder andere Beere aufzuklauben und genüsslich in den Mund zu stecken.<br />
<br />
Ich glaube, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich noch mal einfach so behaupte, dass die geschmacklichen Assoziationen, die jeder von uns damit hat, doch recht unterschiedlich sein können.<br />
<br />
Aber die einzelnen Früchte zum Beispiel, daran können wir uns doch festhalten. Jeder von uns weiß, wie Kirsche, Himbeere oder Banane schmeckt. <br /><a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/87-Beschreibung-des-Aromas-von-Bieren-Einige-kleine-UEberlegungen.html#extended">"Beschreibung des Aromas von Bieren: Einige kleine Überlegungen" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Bierbeschreibung</dc:subject>
<dc:subject>Expeditionen ins Bierreich</dc:subject>
<dc:subject>Wissenswertes</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/84-Meinel-Absolvinator.html" rel="alternate" title="Meinel Absolvinator" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-05-08T19:21:00Z</published>
        <updated>2011-05-08T19:21:00Z</updated>
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        <title type="html">Meinel Absolvinator</title>
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                <!-- s9ymdb:71 --><img class="serendipity_image_left" width="138" height="400" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/MeineAbsolvinator.gif" alt="" /><br />
Mit dem Verbindungswesen kann ich ja gar nichts anfangen. Ach was: es ist mir zuwider. Drum fällt es mir auch schwer, ein Bier, das nach einer Schülerverbindung genannt wurde, über allen Klee zu loben.<br />
<br />
Das Doppelbock Absolvinator der Meinel Brauerei in Hof wurde nach der Schülerverbindung Absolvia benannt. Genug davon.<br />
Das Bier schmeckt außerordentlich gut!<br />
<br />
Als ich die belgischen Trappistenbiere kennen und überaus schätzen gelernt habe, dachte ich, dass ich in meiner unbedarften Jugend die geschmacklichen Vorzüge von Doppelbock noch gar nicht zu würdigen wusste. Ich habe mich deshalb also in einen sehr gut sortierten Getränkemarkt begeben und von jedem der Doppelbockbiere, die der Markt führte eins mit nach hause genommen. Dort galt es zu testen, woher mein Vorurteil rührte, dass Starkbiere der Kategorie Doppelbock süß, pappig und gegebenenfalls dazu noch sprittig schmecken. Ich probierte eins nach dem anderen – natürlich nicht alle am selben Tag – und stellte fest, dass mein Vorurteil daher rührte, dass alle von mir probierten Doppelbock süß, pappig und gegebenenfalls dazu noch sprittig schmeckte. Die von mir probierten Doppelbocke und die belgischen Trappistenbiere kommen einfach aus unterschiedlichen Welten.<br />
<br />
Ich habe natürlich nicht alle Doppelböcke die es gibt probiert, so dass ich nicht über alle Doppelböcke den Stab brechen kann. Natürlich nicht! Denn mit dem Absolvinator von Meinel habe ich ein Doppelbock gefunden, das sich in der Welt der belgischen Trappistenbiere bewegen kann, als sei es dort geboren.<br />
<br />
Eigentlich kein Wunder, denn die Trappistenbiere und die Bockbiere, die als Saisonbiere zu Beginn der Fastenzeit angestochen werden, haben den gleichen Ursprung: Die Mönche in den Klöstern hielten sich besonders streng an die Fastengebote. Und ‚ Fasten’ bedeutete nicht nur, dass kein Fleisch gegessen werden durfte. Es durfte gar nichts gegessen werden. Aber – ‚Flüssiges bricht das Fasten nicht’. Und da dass flüssige an Essens statt genossen wurde, musste es entsprechend kalorienreich sein. Also einen hohen Stammwürzgehalt haben, der den interessanten Nebeneffekt hat, dass auch der Alkoholgehalt hoch ist.<br />
 <br /><a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/84-Meinel-Absolvinator.html#extended">"Meinel Absolvinator" vollständig lesen</a>
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        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-04-28T19:43:00Z</published>
        <updated>2011-04-28T19:43:00Z</updated>
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        <title type="html">Kriek Girardin 1882</title>
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<br />
Das Bier, das so entsteht, hat einen ganz eigenen, säuerlichen Charakter, nennt sich in frischer Form Lambic und verschnitten mit Bieren dieser Sorte, die über mehrere Jahre in Eichenfässern gelagert wurden Geuze.<br />
<br />
Girardin ist also eine der wenigen, zumindest in Belgien sehr angesehenen Lambic-Brauereien.<br />
<br />
Lambic wird aber nicht nur mit lange gereiften Bieren verschnitten, sondern auch mit Obstmaischen, etwa Himbeere, Pfirsich oder Kirschen. Wird es mit Kirschmaische verschnitten, trägt es den Flämischen Namen für Kirsche, eben Kriek.<br />
<br />
Ein solches Kriek aus der Brauerei Girardin haben wir probiert. Dabei muss man wissen, dass man bei den belgischen Obstbieren grundsätzlich zwei Typen unterscheiden kann. Wenn man zuckerhaltige Flüssigkeiten vergärt, wird aus dem Zucker Alkohol und CO2. Da Alkohol nicht süß ist, ist das vergorene Getränk auch nicht mehr süß. War in der Flüssigkeit, die vergoren wurde vorher Säure drin, ist das vergorene Getränk nicht nur nicht süß, sondern es ist sauer.<br />
<br />
Verschneidet man also Fruchtmaische mit Bier, insbesondere, wenn man sie mit einem säuerlichen Lambic verschneidet, kommt ein fruchtiges, deutlich saures Getränk heraus. Da das vielen zu sauer ist, hat sich in Belgien ein zweiter Typ von Obstbieren entwickelt, bei denen Bier mit süßem Fruchtsaft verschnitten wird, der aber nicht weiter gärt. Das resultierende Getränk ist fruchtig und recht süß.<br />
<br />
Das 1882 Kriek der Brauerei Girardin liegt geschmacklich zwischen diesen beiden Typen. Es hat eine dunkel rötlich braune Farbe und leicht rosa Schaum. Es ist nicht sauer. Aber auch nicht süß. Wäre es nicht flüssig, könnte man es als trocken bezeichnen.<br />
<br />
Auch das Kriek wird in Eichenfässern gelagert, was man sehr deutlich schmeckt. Dadurch wird möglicherweise die Säure in den Hintergrund gedrängt. Mir persönlich ist die Tanninnote zu aufdringlich.<br />
<br />
Das Bier ist definitiv die richtige Wahl als fruchtig erfrischendes Getränk an einem lauen Frühlingsabend wie heute. Es kann möglicherweise ein guter Einstieg in die Königsklasse der Oude Kriek sein, die zwar recht sauer, dafür aber so fruchtig sind, dass man bei einem Kriek sogar schmecken kann, welche Sorte Kirschen vergärt worden ist.<br />
 
            </div>
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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/86-Eroeffnungsfest-des-Dorfbraeuhaus.html" rel="alternate" title="Eröffnungsfest des Dorfbräuhaus'" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-04-19T11:31:18Z</published>
        <updated>2011-04-25T15:02:34Z</updated>
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        <title type="html">Eröffnungsfest des Dorfbräuhaus'</title>
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<br /><br /><!-- s9ymdb:74 --><img class="serendipity_image_right" width="177" height="394" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/AnzeigeDBH.jpg" alt="" />Vor etwa zwei Wochen haben wir auf <a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/81-Bulli-Bier-von-projektbier.html" title="Bulli-Bier">Bulli-Bier vom Braumeister Lars Hauck</a> aufmerksam gemacht. Nun müssen wir zugeben, dass der Zeitpunkt nicht ganz ohne Hintergedanke gewählt wurde:<br />
<br />
Lars Haucks Bierprojekt ist fortgeschritten. Er ist mit seiner Brauerei in ein neues Domizil umgezogen, in dem er seine Biere auch vor Ort ausschenken wird. Ich war noch nicht dort, glaube aber den Erzählungen und Bildern. Die <a href="http://www.dorfbräuhaus.de/" title="Dprfbräuhaus">Brauerei mit Ausschank</a> ist sehr schön in der Ortsmitte des Weilers Landenhausen im östlichen Vogelsberg gelegen. Die Biere von Lars Hauck, die ich bisher getrunken habe, lassen es jedenfalls sehr lohnenswert erscheinen, das Kleinod zu besuchen.<br />
<br />
Die beste Gelegenheit dazu ist am 30.4. &amp; 01.05. gegeben, denn dann findet eine Eröffnungsfeier im Dorfbräuhaus in 36367 Wartenberg/Landenhausen statt. Wir werden dort sein.<br />
 
            </div>
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        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Expeditionen ins Bierreich</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/83-Slowbier.html" rel="alternate" title="Slowbier" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-04-18T18:31:00Z</published>
        <updated>2011-04-08T19:15:01Z</updated>
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        <title type="html">Slowbier</title>
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                <!-- s9ymdb:67 --><img class="serendipity_image_left" width="120" height="75" align = "bottom" style=" border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/krug_mit_schnecke_freigestellt2.png" alt="" /><br /><table style = "font: 100.01% Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><br />
<tr><br />
<td ><br />
<!-- s9ymdb:68 --><img class="serendipity_image_left" width="200" height="150" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/slowbier.gif" alt="" /><br />
</td><td><br />
Ich möchte hier auch gerne mal die schöne Sitte vieler internationaler Bierblogs aufgreifen und auf Bierfestivals aufmerksam machen. In diesem Fall handelt es sich um eine Biermesse: <a href="http://www.slowbier.de/" title="slowbier">die Slowbier in Helmbrechts bei Hof</a>. Die findet nur alle zwei Jahre statt und getreu dem Veranstaltungsnamen möchte ich schon frühzeitig ein erstes mal darauf hinweisen. Sie findet dieses Jahr vom 9.9. – 11.9. statt.<br />
</td></tr><tr><td><br />
<!-- s9ymdb:69 --><img class="serendipity_image_left" width="200" height="150" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/slowbier2.gif" alt="" /><br />
</td><td><br />
Wir haben die Slowbier vor zwei Jahren besucht und waren sehr angetan. Zum einen gibt es so etwas wie eine Messehalle, in der sich verschiedene Brauereien oder Bierverlage vorstellen. Das Tolle an der Slowbier sind aber die Seminare. Da wird einem praktisch vorgeführt, was das besondere an Kellerbieren ist, mit welcher Wurst welches Bier zusammengehört – natürlich auch mit welchem Käse oder Dessert. Oder es wird festgestellt, welches Bier am besten zu Austern passt. <br />
<br />
Das Programm für dieses Jahr wurde noch nicht veröffentlicht, wir warten sehnsüchtig darauf.<br />
</td></tr><br />
</table> 
            </div>
        </content>
        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Bierprobe</dc:subject>
<dc:subject>Bierverkostung</dc:subject>
<dc:subject>Expeditionen ins Bierreich</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/81-Bulli-Bier-von-projektbier.html" rel="alternate" title="Bulli-Bier von projekt:bier" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-04-04T07:12:04Z</published>
        <updated>2011-04-04T22:13:59Z</updated>
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        <title type="html">Bulli-Bier von projekt:bier</title>
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                <!-- s9ymdb:66 --><img class="serendipity_image_left" width="276" height="400" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/ProjektbierKlein.gif" alt="" />Auf verschiedenen Märkten in Frankfurt konnte man bislang sein Bier trinken: Brauer Lars Hauck mit seinem ‚projekt:bier’. Ansonsten gab es nur noch die Möglichkeit, dass Bier gleich fässerweise direkt beim Braumeister einzukaufen.<br />
<br />
Nun hat Lars Hauck eines seiner Biere auch in Flaschen abgefüllt und ihm den Namen ‚Bulli-Bier’ gegeben. Auf dem Etikett prangt ein Ford Transit aus den 60er Jahren. Aus diesem Wagen wird das ‚projekt:bier’ auf den Märkten ausgeschenkt.<br />
<br />
Das auf Flaschen gezogene Bulli-Bier könnte man als Kellerbier bezeichnen, Lars Hauck zieht es vor, von einem ‚Landbier’ zu sprechen.<br />
<br />
Das Bier ist nicht wirklich dunkel, aber beileibe auch nicht hell, sondern schimmert wunderbar bronzefarben im Glas. Ein feiner, ganz leicht karamelliger Malzgeruch strömt einem entgegen, den man dann auch beim ersten Schluck schmecken kann. Das Bier ist gut, aber nicht zu kräftig gehopft.<br />
<br />
Ich finde ja, dass sich die meisten Biere der Gaststättenbrauereien, die in den 80er Jahren gegründet wurden – das Kleine Eltviller Brauhaus von Otto Binding kann wohl als prototypisch gelten – durch einen sehr aromatischen fruchtig blumigen Geschmack auszeichnen. Dieser Geschmack hebt sie deutlich wohlwollend von all den genormten Industriebieren ab, kann auf die Dauer aber schon etwas penetrant wirken.<br />
<br />
Dieses Aroma findet sich auch beim Bulli-Bier, allerdings sehr dezent, so dass es sich nie in den Vordergrund drängt. Charakteristisch für dieses Bier ist seine Würzigkeit. Ich meinte Röstmalz zu schmecken, mir wurde aber versichert, das sich keines in dem Bier befinde.<br />
<br />
Das Bier wurde im Dekoktionsverfahren so gebraut, dass beim Maischen möglichst auch noch der letzte Rest Stärke in Zucker umgewandelt wird. Beim Vergären bleibt dann aber ein Restextrakt übrig, der dem Bier diesen  kräftigen Körper und die wunderbare Farbe gibt.<br />
<br />
Hoffentlich ist dieses Bier auch zukünftig noch in Flaschen zu bekommen.<br />
 
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        <dc:subject>Bier</dc:subject>
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<dc:subject>Dunkles</dc:subject>
<dc:subject>Kellerbier</dc:subject>
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<dc:subject>Vollbier</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/80-Bier-im-Netz.-Teil-I-Internationale-Blogs.html" rel="alternate" title="Bier im Netz. Teil I: Internationale Blogs" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-03-21T11:41:20Z</published>
        <updated>2011-03-24T18:38:46Z</updated>
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        <title type="html">Bier im Netz. Teil I: Internationale Blogs</title>
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                Die deutschsprachige Welt des Bieres im Internet ist recht übersichtlich.<br />
<br />
Deshalb wenden wir uns zunächst der internationalen Szene der Bierfreunde im Internet zu.<br />
Wem all dieses Gewäsch hier viel zu weitschweifend ist, der kann sich direkt der Link-Liste in der rechten Seitenleiste zuwenden. Wer umgekehrt von dort hierher geschickt wurde, findet hier einige Erläuterungen zu der Link-Liste.<br />
<br />
Wenn ich ‚’internationale Szene’ schreibe, so gilt das nur sehr eingeschränkt. Leider bin ich weder der niederländischen Sprachen noch des Französischen mächtig. So geraten mir all die sicher sehr interessanten und wichtigen französischen, und vor allen belgischen Seiten zu gutem Bier aus dem Blick. Diese Lücke müssen leider Andere schließen.<br />
<br />
Wenn ich also von der internationalen Welt des Bieres im Internet spreche, so bezieht sich das tatsächlich nur auf die englischsprachigen Seiten im Internet.<br />
<br />
Naturgemäß finden sich denn auch die meisten Seiten zur US-amerikanischen und britischen – und natürlich auch irischen - Bierkultur.<br />
<br />
Zunächst mal fällt bei der Durchsicht englischsprachiger Bierseiten auf, dass von der Bierseeligkeit, die sich in vielen deutschsprachigen Seiten und Büchern zum Thema findet, kein Deut anzutreffen ist.<br />
Da gibt es ganz selbstverständlich eine ganze Szene professioneller Publizisten, deren Schwerpunkt der Biergenuss ist.<br />
<br />
Da es jenseits der deutschen Bierbräsigkeit eine solche Vielzahl von Beiträgen zum Biergenuss gibt, versteht es sich von selbst, dass hier nur ein buntgewürfeltes Sammelsurium nach subjektiven Kriterien zusammengestellter Artikel vorgestellt werden kann.<br />
<br />
<h3>Eine Übersicht</h3><br />
Eine Liste von etwa eintausend Blogs wurde im Zusammenhang mit der <a href="http://beerbloggersconference.org/]" title="Beer-Blogger-Converence">ersten Bier-Blogger-Konferenz</a>  <a href="http://beerbloggersconference.org/blogs/complete-list-of-beer-blogs/" title="(nearly) complete list of beer blogs">hier zusammengestellt</a>.<br />
<br />
Wer sich nicht durch die tausend Blogs hindurchklicken will, um zu erfahren, worüber in welchem Blog berichtet wird, findet Auszüge der neuesten Artikel sehr vieler Blogs aus US-amerikanische Perspektive bei<a href="http://allaboutbeer-us.blogspot.com/" title="allaboutbeer-us"> All about Beer – US</a>.<br />
<br />
Das britische bzw irische Gegenstück nennt sich wenig überraschend: <a href="[http://allaboutbeer-uk.blogspot.com/" title="allaboutbeer-uk">All about Beer – UK</a>. <br /><a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/80-Bier-im-Netz.-Teil-I-Internationale-Blogs.html#extended">"Bier im Netz. Teil I: Internationale Blogs" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Ale</dc:subject>
<dc:subject>Belgien</dc:subject>
<dc:subject>Bier</dc:subject>
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<dc:subject>Expeditionen ins Bierreich</dc:subject>
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<dc:subject>fränkisches Bier</dc:subject>
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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/79-Adler-Braeu-Vollbier.html" rel="alternate" title="Adler Bräu Vollbier" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-03-07T10:00:00Z</published>
        <updated>2011-03-10T16:09:06Z</updated>
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        <title type="html">Adler Bräu Vollbier</title>
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                <!-- s9ymdb:61 --><img class="serendipity_image_left"  style="float: left; border: 2px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/Adleraeu.gif" alt="" /><blockquote text-indent:10mm>Das weiche Wasser bricht den Stein.</blockquote><br />
<br />
Würde man dieses Bier als ‚Bots-Bier‘ bezeichnen — ich denke, die Älteren unter uns können mit dieser Weichspülcombo noch etwas anfangen — würde man dieses Bier also als ‚Bots-Bier‘ bezeichnen, so täte man ihm sicherlich unrecht. Denn dieses Bier glänzt nicht durch Farblosigkeit, sondern durch eine dunkel-güldene Farbe im Glas. Und auch geschmacklich ist es alles andere als ausdruckslos. Es schmeckt voll und kräftig.<br />
<br />
Dennoch kann man diesem Bier eine gewisse Affinität zu den Ökopax-Schlagern der Bots nicht absprechen: Schaut man sich nämlich nach einem Bier um, das man genussvoll sieben Tage trinken will, ohne es mit der Zeit überdrüssig zu werden, so hat man hiermit das Bier seiner Wahl gefunden.<br />
<br />
Ein wichtiger Grund, warum das Bier trotz des ausgewogenen Hopfen-Malz-Aromas als eher schlank bezeichnet werden kann, dürfte im Wasser zu suchen sein, mit dem es gebraut wurde. Viele der fränkischen Biere, die wir hier vorgestellt haben, kamen aus der fränkischen Schweiz. Dort läuft das Wasser durch den Kalkstein und ist deshalb recht hart.<br />
<br />
Ganz anders das Wasser von Adler Bräu aus Schlüsselfeld. Die Brauerei liegt am Rande des Steigerwalds, der aus Sandstein besteht. Das Wasser, das diesen harten Stein bricht, bleibt dabei weich. Das wiederum begünstigt eine aromatische aber nicht aufdringlich wirkende Hopfennote.<br />
<br />
Wenn ein Bier ‚trocken‘ sein kann, so ist es das Adlerbräu. Vielleicht doch kein ‚Bots-Bier‘ sondern eine ‚Badetuch-Bier‘: Weich und trocken.<br />
<br />
Den Pilsfreund wird der hohe Vergärungsgrad verbunden mit einem vergleichsweise niedrigen Stammwürzgehalt  erfreuen, der zu den pilstypischen 4,8% vol. Alkohol führt. Der Kellerbierfreund wird das ausgewogene Malz—Hopfen- Verhältnis zu schätzen wissen und der Dunkelbierfreund den Anflug einer karamelligen Note.<br />
<br />
Die Brauereigaststätte in Schlüsselfeld ist allemal einen Besuch wert, gibt es neben dem hervorragenden Bier doch eine beachtenswerte Speisekarte, die sich insbesondere durch die Karpfengerichte auszeichnet.<br />
Und jetzt alle zusammen: „Was wollen wir trinken, sieben Tage lang? ...“<br />
 
            </div>
        </content>
        
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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/76-Bier-im-Buch-Teil-IV.html" rel="alternate" title="Bier im Buch Teil IV" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-02-21T09:13:00Z</published>
        <updated>2011-02-21T09:13:00Z</updated>
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        <title type="html">Bier im Buch Teil IV</title>
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                <!-- s9ymdb:60 --><img class="serendipity_image_left" width="300" height="446" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/Wyrwa.gif" alt="" /><br />
<br />
In der letzten Buchvorstellung haben wir begonnen, Bücher zur Kulturgeschichte des Bieres vorzustellen. Mein absoluter Favorit war noch nicht dabei. Der soll hier nun vorgestellt werden:<br />
<br />
‚Branntewein und „echtes“ Bier. Die Trinkkultur der Hamburger Arbeiter im 19. Jahrhundert.‘ Geschrieben hat das Buch Ulrich Wyrwa und erschienen ist es 1990 in der Sozialgeschichtlichen Bibliothek bei Junius in Hamburg.<br />
<br />
Sicher — der Titel des Buches klingt etwas speziell. Der Inhalt ist es auch. Es handelt tatsächlich ganz spezifisch von der Trinkkultur der Hamburger Arbeiter im 19. Jahrhundert. Bedenkt man aber, dass die Trinkkultur in der Zeit der Industrialisierung auch ihre Vorgeschichte hat, so ist der Inhalt des Buches schon weniger speziell. Denn auch auf die Vorgeschichte der Trinkkultur im bäuerlichen, im handwerklich zünftigen und im plebeischen Milieu des ‚Pöbels‘ wird ausführlich eingegangen. Und entgegen dem Eindruck, den man durch den etwas sperrigen Titel gewinnen könnte, ist das Buch sehr flüssig und gut lesbar geschrieben.<br />
<br />
Es gibt sogar Bilder.<br />
Im Ernst: Es handelt sich zwar um eine Doktorarbeit, aber man erfährt fast alles, was man über die Trinkkultur von Menschen, die nicht den gehobenen Schichten angehören, erfahren möchte. Und das in einer Form, dass man das Buch durchaus unter das Kopfkissen legen kann.<br />
<br />
Das Anliegen des Autors ist es, am Beispiel Hamburgs aufzuzeigen, dass auch für die Arbeiter der Alkoholkonsum „in erster Linie ein Medium des sozialen Austausches war“. Er wendet sich damit gegen das weit verbreitete Vorurteil, die Arbeiter hätten durch die Entwurzelung in der Industrialisierung ihr Elend im Schnaps ersäuft.<br />
<br />
Deshalb legt er auch großen Wert darauf aufzuzeigen, dass Branntwein durchaus nicht das alkoholische Rausch– und Genussmittel der Wahl unter den Arbeitern war. Das Bier war es, das in Hamburg wohl ebenso wie in anderen nord– und mitteleuropäischen Regionen die Grundlage gemeinsamen Alkoholkonsums unter den Arbeitern bildete.<br />
 <br /><a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/76-Bier-im-Buch-Teil-IV.html#extended">"Bier im Buch Teil IV" vollständig lesen</a>
            </div>
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        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Buch</dc:subject>
<dc:subject>Expeditionen ins Bierreich</dc:subject>
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        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
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        <published>2011-11-07T18:13:00Z</published>
        <updated>2011-02-07T09:43:24Z</updated>
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        <title type="html">Rodenbach</title>
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                <!-- s9ymdb:65 --><img class="serendipity_image_left" width="230" height="300" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/rodenbach.gif" alt="" />Der Sommer ist wohl unwiderruflich vorbei. Doch hoffen wir nicht alle noch mal auf ein letztes Aufbäumen, in dem wir noch einen sonnigen Nachmittag auf der Terrasse verbringen können — und sei es eingewickelt in eine wärmende Kolter — und den gelben und roten Blättern nachschauen können, wie sie von den Bäumen fallen?<br />
Wenn wir dann noch mal der lauen Sommerabende gedenken, dann ist das Rodenbach das Bier unserer Wahl.<br />
Die Farbe ist auf die warmen Herbsttöne abgestimmt: Beim Rodenbach handelt es sich um ein typisches Rotbier, wie es in Westflandern gebraut wird.<br />
Passionierte Rotweintrinker werden an der Farbe auszusetzen haben, dass sie nicht wirklich der eines dunklen Rotweins sondern einem eher herbstlich warmen rotbraun entspricht. Geschmacklich werden aber gerade Rotweintrinker eine Nuance erkennen, die ihnen vom Wein bekannt ist: Der leicht bitter-saure Geschmack von Tannin.<br />
Den hat das Rodenbach seinem Reifeprozess zu verdanken. Denn nachdem die Hauptgärung abgeschlossen ist, wird das Bier in Eichenfässern ausgebaut und kann dort bis zu drei Jahren reifen.<br />
Richtig: Dieses Bier wird nicht frisch genossen, sondern macht einen langjährigen Reifeprozess durch. Wer belgische Biere kennt, weiß, dass auch anderen von ihnen eine ausgedehnte Lagerung zugute kommt. Nach der Lagerung werden die reifen Biere dann noch mal mit jungen, spritzigen Bieren verschnitten, bevor sie abgefüllt werden.<br />
Vorher muss die Würze jedoch gären, um zu Bier werden zu können. Im Falle von Rodenbach handelt es sich um eine so genannte gemischte Gärung. Dabei kommen nicht nur obergärige Hefen zum Einsatz. Diesmal dürfen ausnahmsweise auch Bakterien ihr Zersetzungswerk verrichten — ein weiterer Grund für die säuerliche Note des Bieres.<br />
An dieser Stelle sei der typisch deutsche Biertrinker gewarnt: Der Geschmack des Rodenbachs wird nicht im Entferntesten dem entsprechen, was er sich unter einem typisch herben Bier vorstellt.<br />
Eine gewisse Offenheit ist schon vonnöten, wenn man sich diesem Bier widmen will. Ein Charakterzug, der mir nicht gerade kennzeichnend für viele deutsche Biertrinker zu sein scheint.<br />
Sollte es unter den Weintrinkern weniger orthodoxe Vertreter ihrer Zunft geben, so haben sie hier die Chance, sich auch mal an den Biergenuss heranzuwagen.<br />
Ihnen wird, neben der bereits ausführlich besprochenen säuerlichen Note und der eher fehlenden Hopfenherbheit ein volles Bouquet fruchtiger Aromen entgegentreten. Wüsste man es nicht besser, man könnte Rodenbach für ein Fruchtbier halten, dem Kirsch- oder Johannisbeeraromen zugesetzt wurden.<br />
Wir schließen uns gerne der ‚Meinung der Anderen‘ an. Ein offener, mutiger Versuch wird die meisten mit einer freudigen Überraschung belohnen.<br />
 <br /><a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/77-Rodenbach.html#extended">"Rodenbach" vollständig lesen</a>
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            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2011-02-07T08:55:12Z</published>
        <updated>2011-02-07T08:55:12Z</updated>
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        <title type="html">Twaites Double Century Celebration Ale</title>
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<br />
Nun steht das zum 200 Geburtstag dieser Brauerei 2007 gebraute Double Centrury der Brauerei Twaites aus Blackburn vor mir. Das heißt, das Rezept wurde 2007 entwickelt. Das Bier, dass vor mir steht hat sicher noch keine drei Jahre auf dem Buckel.<br />
<br />
Bei Twaites handelt es sich um eine regionale Brauerei aus dem Nord-Westen Englands. Regional in so fern, als sie (noch) nicht von einem der internationalen Bierkonzernen aufgekauft wurde. Die Brauerei braut traditionelle Ales, die, wie bei guten Ales üblich, mit noch lebenden Hefekulturen in deren regionalen Wirtschaften ausgeschenkt werden. Dabei sollte man sich aber von dem romantischen Bild einer Kleinbrauerei, die nur um den eigenen Kirchturm herum ausschenkt, verabschieden. Twaites hat mehrere hundert eigene oder in Lizenz betriebene Pubs und vertreibt inzwischen den wohl größten Teil seines Bieres sterilisiert in Keg-Fässern oder in Flaschen abgefüllt.<br />
<br />
Dabei handelt es sich dann natürlich nicht mehr um das ‚real thing’. Aber nur dadurch ist es mir nun vergönnt , dass eine – inzwischen ausgeschenkte – Flasche des Bieres aus dieser Brauerei vor mir steht.<br />
<br />
Ein schönes, für ein Ale relativ helles Braun mit einem nur leicht rötlichen Schimmer lacht mich an. Es verströmt ein - für eine deutsches Bier gewöhnte Nase - recht ungewohntes fruchtiges Hopfenaroma.<br />
 <br /><a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/75-Twaites-Double-Century-Celebration-Ale.html#extended">"Twaites Double Century Celebration Ale" vollständig lesen</a>
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            <name>Guido Felhölter</name>
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        <published>2010-12-26T08:17:00Z</published>
        <updated>2010-12-26T08:17:00Z</updated>
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        <title type="html">Brauerei Hebendanz Forchheim: Posthalter Lager</title>
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Es ist doch erschreckend, wie prägend die Vorurteile bei der geschmacklichen Beurteilung von Bieren sind. Ich wettere ja immer gerne gegen all diejenigen, die meinen, ein Becks zum Beispiel sei kräftig hopfenbitter, weil sie wissen, dass es sich um ein typisch norddeutsches Pils handelt. Bei einer Blindverkostung stellt sich dann raus, dass unter den Industriebieren es viel eher süddeutsche Pilsner sind, die eine ausgeprägte Bittere aufweisen. Aber das gehört nicht hier her.<br />
<br />
Nun musste ich selber feststellen, wie bedeutend das Wissen über ein Bier, dass man probieren will, für die geschmackliche Wahrnehmung ist.<br />
<br />
Ich habe ja schon einige Biere der Forchheimer Brauerei Hebendanz getrunken. Sie waren lecker, vollmundig und charakteristisch. Eines der wichtigen Charakteristika von Hebendanz-Bieren war mir jedoch nie aufgefallen. Dass es mir jetzt bei der Verkostung des Posthalter Lager aufgefallen ist, ist einem Gespräch mit dem Braumeister dieser Brauerei zu verdanken. <br /><a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/74-Brauerei-Hebendanz-Forchheim-Posthalter-Lager.html#extended">"Brauerei Hebendanz Forchheim: Posthalter Lager" vollständig lesen</a>
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            <name>Guido Felhölter</name>
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        <published>2009-11-08T11:15:44Z</published>
        <updated>2010-12-23T22:10:21Z</updated>
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        <title type="html">Meister Vollbier</title>
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Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen: Es wird Herbst.<br />
Und eine der besten Möglichkeiten, dieser Tatsache ins Auge zu sehen ist es, sich ein Glas Meister Vollbier einzuschenken.<br />
<br />
Schon vom Anblick  kann man sich die Freuden des Herbstes ausmahlen. Nämlich  in den rotgoldenen Herbsttönen, in denen das Meister Vollbier im Glas leuchtet.<br />
Wer bereits einmal auf der Terrasse der Brauerei Meister in Unterzaunsbach gesessen hat, bekommt bereits beim Anblick dieses Bieres Heimweh nach dort — oder wie heißt es in so einem Fall?<br />
Wer noch nie da war, sollte den rotgoldenen Herbst zu einem Ausflug nutzen, um am fröhlich dahinplätschernden Trubach eine Forelle zu essen und ein Meister Vollbier dazu zu trinken.<br />
Wer aber dazu keine Möglichkeit hat, kann immerhin aus der Ferne an diesem herbstlichen Genuss teilhaben.<br />
<br />
Sittsehen kann man sich an dem Anblick nicht, deshalb sollte man einen beherzten Schluck tun.<br />
Was man dann erlebt, ist ein Meisterwerk:<br />
Man schmeckt Malz. Aber keinen schweren Karamellgeschmack, wie man es von manch dunklen Bieren gewohnt ist. Man schmeckt Hopfen. Man schmeckt sogar kräftig Hopfen. Dass bedeutet aber nicht, dass das Bier in die Kategorie bitter einzuordnen wäre. Das Hopfenaroma des Aromahopfens harmoniert mit der leichten süße des Malzes wie die Farbe des Bieres mit den Stimmungen des Herbstes.<br />
Die Rezenz ist eher zurückhalten, es ist eben ein Kellerbier. Das heißt der Kohlensäuregehalt ist geringer als bei vielen anderen Bieren, weil beim Gärprozess mehr Kohlensäure entweichen durfte. Niedrig gespundet nennt sich das. Das bedeutet aber keinesfalls, dass das Meister Vollbier fad schmeckt.<br />
<br />
Dieses Bier ist für mich der Innbegriff des fränkischen Bieres. Mag man es nun Lagerbier, Bauernbier, Kellerbier oder schlicht Vollbier nennen.<br />
Dieser Name auf dem Etikett ist ein nettes understatement, benennt es doch schlicht ein Bier mit einem Stammwürzgehalt zwischen 11% und 16%. Das entspricht dem Alkoholgehalt eines normal starken Bieres von knapp 4% bis gut 5%.<br />
Tatsächlich bedarf es keiner genaueren Etikettierung. Denn Meisterbräu braut wie viele andere fränkische Kleinbrauereien nur eine Biersorte — sieht man vom saisonal gebrauten Festbier ab.<br />
<br />
Bei Meister gibt es — abgesehen von den bereits erwähnten Forellen noch eine weitere Spezialität: Einen Bierbrand.<br />
Mag ein Schnaps aus Bier zunächst etwas abwegig wirken, so muss man sich vor Augen führen, das ein Whisky genau genommen nichts anderes als ein Bierbrand ist — dem allerdings kein Hopfen zugeführt wurde.<br />
Der Bierbrand von Meister ist jedoch kein Whiskey sondern wurde aus dem frischen Vollbier von Meister destilliert und ist eine gute Ergänzung zu dem köstlichen Bier.<br />
 
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            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2009-10-06T18:09:41Z</published>
        <updated>2010-12-23T22:08:57Z</updated>
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        <title type="html">Hetzelsdorfer Fränkisches Vollbier</title>
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<br />
Auf ein gutes Bier verstehen sie sich hier allemal, die Pennings in Hetzelsdorf. Neben Pils und – so es einen Anlas gibt – Festbier, haben Sie ein filtriertes Vollbier und ein unfiltriertes Lagerbier im Ausschank.<br />
<br />
Ein typisches Kellerbier haben wir hier vor uns. Soll man es unter die Hellen oder unter die Dunklen einordnen? Als dunklen Bernstein kann man die Farbnote vielleicht bezeichnen, die hier in Hetzelsdorf nicht durch Farbmalz herbeigetuned wurde. Diese Liebe zum Detail bei der Malzgabe sieht man nicht nur, man schmeckt sie auch: Ein leicht malziges Aroma, das aber nicht penetrant karamellig schmeckt. Auch beim Hopfen hat der Braumeister wohl nicht gespart. Das bezieht sich gar nicht so sehr auf die Menge als vielmehr auf die Qualität. Liegt es am handwerklichen Ergeiz oder an der Nähe zu einem der Besten Hopfenanbaugebiete  Deutschlands, die Hallertau? Jedenfalls ist die Hopfennote kräftig aber auch wieder nicht penetrant. Die geneigte Leserin wird sicher bereits ahnen, dass wir damit zu dem Schluss kommen, dass das Hetzelsdorfer Vollbier ein großartig ausgewogenes Kellerbier ist, bei dem Alles stimmt: angefangen beim Schaum, über Farbe, Geruch bis hin zum herben aber dennoch malzig vollen Abgang.<br />
<br />
<strong>Die Meinung der Anderen</strong><br />
<em>Michael Rudolf<br />
2000 Biere<br />
Der endgültige Atlas für die ganze Bierwelt</em><br />
<br />
<blockquote>Hetzelsdorfer Fränkisches Vollbier tapst nicht gar zu finsterfarbig, distinkt gehopft, überaus anspruchsvoll herein. Versteckte Pilsenerallüren mit Malzbetonung auf dem zweiten und vierten Schlag.</blockquote><br />
 
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            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2010-12-10T18:08:00Z</published>
        <updated>2010-12-10T18:08:00Z</updated>
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        <title type="html">Bier im Buch Teil III</title>
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In Teil II haben wir ein Buch vorgestellt, das sich der Kulturgeschichte des Brauens unter einem sehr speziellen Blickwinkel angenommen hat. Etwas konventioneller widmet sich Jacob Blume der Kulturgeschichte des Bieres. Das Buch heißt „Bier. Was die Welt im innersten zusammenhält“ und ist 2000 im Verlag die Werkstatt erschienen. <br />
<br />
Wer sich für Bier jenseits von Oktoberfest und bierernsten Anekdötchen interessiert, findet mit diesem Buch einen guten Einstieg. Es ist ausführlich, übersichtlich und reichhaltig illustriert.<br />
<br />
Wer hat eigentlich angefangen mit Bierbrauen? Wo kommt der Name her? Was haben die alten Germanen so alles mit Bier (oder zumindest so etwas ähnlichem) angestellt? Welchen Verdienst haben sich die Mönche um das Bier gemacht? Welche Rolle spielte das Bier beim Übergang von der handwerklich geprägten in die industrielle Gesellschaft? Inwiefern ist Bier politisch? - Auf all diese Fragen versucht Jacob Blume eine Antwort zu geben.<br />
<br />
Er geht dabei chronologisch vor: Von den alten Ägyptern und Germanen zum klassischen Altertum über das Mittelalter  bis hin zur Neuzeit. Er zeigt die jeweilige gesellschaftliche Bedeutung des Bieres auf und stellt die verschiedenen Trinkrituale und –sitten vor. <br />
<br />
Leider merkt man dem Buch an, dass es etwas schlampig zusammengeschrieben und redigiert wurde. So macht der Autor aus dem allüberall auftauchenden Spruch „Hopfen und Malz, Gott erhalt‘s“ ein „Hefe und Malz, Gott erhalt‘s“. Mir jedenfalls ist diese Variante nicht geläufig. Und im Glossar sind der Hefe zwar knapp drei Zeilen gewidmet, der Hopfen taucht dort aber gar nicht erst auf.<br />
<br />
Eine ganz hervorragende Darstellung der Kulturgeschichte des Bieres findet sich in Wolfgang Schivelbuschs „Das Paradies, der Geschmack und die Vernunft“, als Taschenbuch 1990 beim Fischer Verlag erschienen. Der Untertitel des Buches sagt es aber schon: es handelt sich um „Eine Geschichte der Genussmittel“. Dem Bier ist deshalb nur ein kleiner Teil in drei Kapiteln eingeräumt. Dessen ungeachtet ist das Buch der interessierten Bierliebhaberin sehr zu empfehlen, da es sauber recherchiert und sehr gut lesbar geschrieben ist.<br />
<br />
Bier wird hier in erster Linie im Rahmen der Wirtshauskultur des mit der Industrialisierung aufkommenden Proletariats behandelt.  Wer sich also für Biergenuss in Wirtschaften interessiert, erfährt hier einiges wissenswertes.<br />
<br />
Und wer seinen Blick auch auf andere Genussmittel richten möchte, hält mit diesem Buch ein umfassendes Kompendium in Händen.<br />
 
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            <name>Guido Felhölter</name>
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        <published>2010-11-26T17:10:00Z</published>
        <updated>2010-11-28T20:42:29Z</updated>
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        <title type="html">Meinel Weizenbock</title>
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Dieses Bier ist ein Meisterwerk. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die jüngste Braumeisterin Deutschlands hat mit diesem Bier ihre Meisterprüfung mit Auszeichnung bestanden. Zurecht – wie wir meinen. Mit gerade mal 20 Jahren hat Monika Hansen, die Juniorchefin der von uns sehr geschätzten Meinel-Brauerei in Hof ein wundervolles Winterbier kreiert.<br />
<br />
Der erste Ausstoß dieses Bieres wurde letzten Winter in einer limitierten Auflage von 8000 nummerierten Flaschen hergestellt. Wir sind froh, einige zum Probieren erhalten zu haben. Dieses Jahr wird es um Weihnachten herum erneut verkauft. Und ist das Etikett nicht großartig?<br />
<br />
Eigentlich ist Weizen ja nicht so meine Angelegenheit. Aber gerade bei den Bieren, die mit Weizen gebraut werden, scheint es eine sehr große Bandbreite zu geben. Ich muss langsam wohl von meinem Verdikt abrücken. Schließlich spielt Weizen ja auch bei den berühmten belgischen Trappistenbieren eine wichtige Rolle.<br />
<br />
Ich würde nicht zögern, den Meinel Weizenbock in eine Reihe mit den schweren belgischen Trappistenbieren zu stellen. Aber wahrscheinlich tut man diesem Bier damit unrecht. Hat es doch einen ganz eigenständigen Geschmack. Monika Hansen betont, dass die bitteren norddeutschen Pilse nicht unbedingt der von ihr bevorzugte Biertyp sei. Das merkt man bei ihrem Meisterbier. Es ist nicht schlank und bitter. Es ist mollig. Eine deutliche Süße ist zu schmecken, aber nicht pampig penetrant. So dass auch keine unnötige Hopfenbittere erforderlich ist dem entgegenzuwirken.<br />
<br />
Wie bei vielen obergärigen Bieren, findet sich eine ganze Palette von Aromen, denen man bei diesem Bier nachschmecken kann. Ich meine zum Beispiel eine Andeutung von Wintergrün wahrgenommen zu haben.<br />
<br />
Der Meinel Weizenbock hat in seiner Kategorie bei den diesjährigen European Beer Star Awards 2010 den ersten Platz belegt, und vom Publikum unter allen vorgelegten Bieren die Silbermedaille erhalten.<br />
<br />
Wir gratulieren.<br />
 
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        <dc:subject>bier</dc:subject>
<dc:subject>Bierbeschreibung</dc:subject>
<dc:subject>bock</dc:subject>
<dc:subject>Bockbier</dc:subject>
<dc:subject>Franken</dc:subject>
<dc:subject>fränkisches Bier</dc:subject>
<dc:subject>Obergärig</dc:subject>
<dc:subject>Weißbier</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/72-Bier-im-Buch-Teil-II.html" rel="alternate" title="Bier im Buch Teil II" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2010-11-20T17:51:14Z</published>
        <updated>2010-11-20T17:51:14Z</updated>
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        <title type="html">Bier im Buch Teil II</title>
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                <!-- s9ymdb:57 --><img class="serendipity_image_left" width="251" height="300" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/Raetsch.gif" alt="" />In Teil I dieser Literaturvorstellung haben wir Bände mit dem prägnanten Titel „Bier“ vorgestellt. Eine Liste die sicher noch deutlich erweitert werden könnte. Ein Buch mit diesem schlichten Titel, von dessen Genuss wir abraten würden, liegt uns - wohl eher zufällig -  nicht vor. Stellvertretend für diese Kategorie nennen wir hier aber „Das Buch zum Bier“, erschienen 1999 im Eichborn Verlag.<br />
<br />
Wir wollen nicht auf diesem Buch von Regina Schneider und Stefan Zeitler herumreiten. Es gibt eine ganze Reihe von Büchern diesen Schlages: Einige nette Anekdötchen rund ums Bier — mal mehr, mal weniger heimatverbunden. Kombiniert mit ein paar netten Cartoons oder wie in diesem Fall mit wenig inspirierten. Rezepten wie diesem: „250 g Kartoffelchips aus der Tüte [...] in eine feuerfeste Schüssel geben und 10 Minuten im Vorgeheizten Backofen heiß werden lassen. Zum Aperitif auf kleinen Tellern sofort servieren.“ - Mehr braucht es nicht.<br />
<br />
Es gibt aber auch wahre Juwele, die den schönen Namen „Bier“ im Titel tragen. Diesmal stellen wir „Bier — jenseits von Hopfen und Malz“ vor. Es handelt sich um einen 1996 von Christian Rätsch verfassten großformatigen Bildband, der 2002 dann im Orbis Verlag erschienen ist.<br />
<br />
Wählt man das Buch arglos anhand des Buchdeckels aus, so erwartet man ein weiteres der bodenständigen Bücher über Bier und seine Geschichte.  Schlägt man das Buch aber auf, so wird man schnell eines Besseren belehrt. Es handelt sich um ein nicht nur leicht esoterisch angehauchtes Werk, das die Möglichkeiten von Bier als bewusstseinserweiternde Droge auszuleuchten versucht.<br />
<br />
Dabei ist es dem Autor wichtig aufzuzeigen, dass Bier in der Geschichte durchaus nicht nur aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen (die Hefe natürlich nicht zu vergessen) bestanden hat. Hier liegt sicherlich auch der größte Verdienst des Buches. Der Autor widmet sich detailliert der Frage, in welcher Kultur welche Zusätze (angeblich) ins Bier getan wurden. Er fängt bei der Akazie an und hört bei Fledermausblut noch lange nicht auf. Insbesondere Zusätze, die die berauschende Wirkung des Bieres verstärken und verändern, haben es Rätsch angetan.<br />
<br />
Natürlich darf in einem solchen Buch auch eine ausführliche Betrachtung der kultischen Bedeutung des Bieres in den verschiedenen Kulturen nicht fehlen.<br />
<br />
Zum Reinheitsgebot wird in dem Buch die bemerkenswerte These aufgestellt, es handle sich dabei um die erste Antidrogengesetzgebung. „Das Deutsche Reinheitsgebot war das erste Drogengesetz, mit dem der Gebrauch von bewusstseinserweiternden und –verändernden Pflanzen ausdrücklich verboten wurde.“ schreibt er. Den Hopfen goutiert der Autor nicht so sehr. Er sei den Herrschenden ein willkommenes Mittel gewesen, das Volk zu betäuben.<br />
<br />
Nachdem die psychedelischen Biere der Zukunft vorgestellt wurden, werden noch drei Rezepte zum Selberbrauen aufgeführt: Alraunenbier, Bilsenkrautbier und Hanfbier. Wir raten dringend davon ab, die Rezepte auszuprobieren.<br />
 
            </div>
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        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Buch</dc:subject>
<dc:subject>Expeditionen ins Bierreich</dc:subject>
<dc:subject>Reinheitsgebot</dc:subject>
<dc:subject>Wissenswertes</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/70-Bierkonzerne-entdecken-den-Qualitaetsgedanken-beim-Bierbrauen.html" rel="alternate" title="Bierkonzerne entdecken den Qualitätsgedanken beim Bierbrauen" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2010-11-08T16:08:59Z</published>
        <updated>2010-11-08T16:08:59Z</updated>
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        <title type="html">Bierkonzerne entdecken den Qualitätsgedanken beim Bierbrauen</title>
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                <!-- s9ymdb:54 --><img class="serendipity_image_left" width="110" height="147" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/turn.gif" alt="" />Wird da wieder nur eine weitere Sau durchs Dorf gejagt?<br />
<br />
In letzter Zeit waren verschiedene Meldungen zu lesen, dass die großen Bierkonzerne die besonderen, edlen Biere entdeckt haben. Nicht für sich, sondern für ihre Kundschaft.<br />
<br />
Die immer exotischer werdenden Biermischgetränke haben bei den Konsumentinnen und Konsumenten wohl nicht die erhofften Begeisterungsstürme ausgelöst und Becks Gold oder Binding Lager sind inzwischen alte Hüte. Da muss neues her. Und das sind die ganz besonderen Biere für die Menschen mit dem ganz besonderen Geldbeutel.<br />
<br />
Wer genügend Geld für das Bier mit Distinktionsfaktor hinlegt, wird dann auch nicht mehr mit dem Deutschen Reinheitsgebot gegängelt.<br />
<br />
Radeberger – <a href="http://www.fr-online.de/wirtschaft/weg-von-der-einheitsbrause/-/1472780/4735424/-/index.html" title="Frankfurter Rundschau zu Edelbieren">so wird gemeldet</a> - sei an einem neuen Vertrieb edler Biere maßgeblich beteiligt. Mir sind nicht alle Biere, die dort vertrieben werden bekannt. Definitiv sind aber nicht wenige dabei, die dem so genannten Deutschen Reinheitsgebot nicht genügen.<br />
<br />
Das macht Hoffnung. <br /><a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/70-Bierkonzerne-entdecken-den-Qualitaetsgedanken-beim-Bierbrauen.html#extended">"Bierkonzerne entdecken den Qualitätsgedanken beim Bierbrauen" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Expeditionen ins Bierreich</dc:subject>
<dc:subject>Sonstiges</dc:subject>
<dc:subject>Wissenswertes</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/69-Sorry.html" rel="alternate" title="Sorry" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-21T15:48:12Z</published>
        <updated>2010-10-28T01:20:22Z</updated>
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        <title type="html">Sorry</title>
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                Liebe Nutzerinnen und Nutzer,<br />
<br />
unser Provider hat gestern Konfigurationsänderungen vorgenommen, weshalb der Blog heute wohl nicht erreichbar war. Wir haben die notwendigen Änderungen vorgenommen und bitten um Entschuldigung. 
            </div>
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            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-18T18:15:56Z</published>
        <updated>2010-10-18T18:15:56Z</updated>
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        <title type="html">Hummel-Bräu Räucherla</title>
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                <!-- s9ymdb:53 --><img class="serendipity_image_left" width="157" height="400" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/Raucherla.gif" alt="" /><br />
<br />
Wer mit Rauchbier etwas anfangen kann, denkt als erstes an Bamberg. Die Stadt gilt als Zentrum dieser Spezialität. Das es zu diesem Zentrum durchaus auch eine bedeutende Peripherie gibt, haben wir bei der <a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/33-Rauchbiere-Stern-Braeu-Festbier,-Hallerndorfer-Rauchbier-und-Meinel-Braeu-Mephisto.html#extended" title="Rauchbiere: Stern-Bräu Festbier, Hallerndorfer Rauchbier und Meinel-Bräu Mephisto">Besprechung dreier Rauchbiere</a> bereits gezeigt, die sowohl in Hof als auch im Steigerwald gebraut wurden.<br />
<br />
Auch das hier vorgestellte Räucherla von Hummel-Bräu wurde nicht in Bamberg selbst gebraut, sondern in einem ca. 10 km östlich gelegenen Ort Namens Merkendorf.<br />
<br />
Es handelt sich um ein Märzen, ist mit 5,6 vol. % Alkohol also etwas stärker als ein normales Export-Bier. Die Farbe ist dunkel mit einem herbstlich rötlichen Schimmer.<br />
<br />
Ist der Rauchgeschmack dieses Bieres nun kräftig oder nicht? Bezugspunkt aller Rauchbiere muss wohl das bekannteste dieses Typs sein, das Schlenkerla aus Bamberg. Verglichen mit diesem Bier ist das Räucherla aus Merkendorf eher zurückhaltend. Dennoch, sowohl Geruch aus auch Geschmack dieses Bieres wird geprägt vom Rauchmalzaroma. Im Unterschied zum Schlenkerla weckt das Raucharoma dieses Bieres aber nicht sofort die Assoziation von Räucherschinken.<br />
<br />
Das Lederaroma alter Bordeauxweine – habe ich neulich gelernt – ist auf Paräthylphenol zurückzuführen. Ob dieser Stoff auch für das prägende Arome von Räucherla verantwortlich ist, weiß ich nicht. Auch hatte ich noch nicht das Glück, besonders viele alte Bordeauxweine probieren zu dürfen. Wohl kann ich aber sagen, dass das Aroma von Räucherla verglichen werden kann mit dem Aroma, das für Whiskys so typisch ist, deren Malz über offenem Torffeuer getrocknet wurde.<br />
<br />
Das Rauchmalzaroma ist also durchaus kräftig, nicht aber penetrant und fügt sich zu einem runden Ganzen in diesem Bier, das sicher kein Bier für alle Tage ist.<br />
 
            </div>
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        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Bierbeschreibung</dc:subject>
<dc:subject>Dunkles</dc:subject>
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<dc:subject>fränkisches Bier</dc:subject>
<dc:subject>Märzen</dc:subject>
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<dc:subject>Vollbier</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/33-Rauchbiere-Stern-Braeu-Festbier,-Hallerndorfer-Rauchbier-und-Meinel-Braeu-Mephisto.html" rel="alternate" title="Rauchbiere: Stern-Bräu Festbier, Hallerndorfer Rauchbier und Meinel-Bräu Mephisto" />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2009-12-14T19:20:10Z</published>
        <updated>2010-10-18T18:15:46Z</updated>
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        <title type="html">Rauchbiere: Stern-Bräu Festbier, Hallerndorfer Rauchbier und Meinel-Bräu Mephisto</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <strong>Die Island-Whiskys unter den Bieren</strong><br />
<br />
<!-- s9ymdb:25 --><img class="serendipity_image_left" width="240" height="346" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/Rauchbier.gif" alt="" /><br />
<br />
Es ist schon einige Jahre her, dass ich das erste mal ein Aecht Schlenkerla Rauchbier probiert habe. Und es sollte auf Jahre hinaus auch das letzte mal gewesen sein, dass ich Rauchbier getrunken habe. Es hat mir nicht geschmeckt.<br />
<br />
Böse Zungen behaupten, es schmeckt, als sei ein Aschenbecher in das Bier geleert worden. Dem möchte ich hier auf das heftigste widersprechen! Für mich hat es geschmeckt, als sei ein kräftig geräucherter Schinken in das Bier gehängt worden. Aber auch das ist ein Geschmack, der mir nicht so recht zusagen wollte.<br />
<br />
Bei Rauchbier handelt es sich um eine Bierspezialität, die fast nur noch in der Bamberger Gegend gebraut wird. Seinen typischen Geschmack erhält es durch das Rauchmalz mit dem es zubereitet wurde. Malz wird ja hergestellt, indem man Getreidekörner keimen lässt und diesen Keimprozess durch erhitzen wieder abstoppt. Wo Hitze sein soll, da braucht man Feuer. Und wo Feuer ist, da ist auch Rauch Viele Whiskytrinker wissen um diesen Zusammenhang und wissen ihn sehr zu schätzen. Einige Destillen — z. B. Laphroaig — sind berühmt für ihren Whisky mit dem charakteristischen Rauchgeschmack.. Es ist also ganz natürlich, dass das Malz während des mälzens Rauch ausgesetzt ist – respektive war. Inzwischen wird die Wärme nämlich indirekt zugeführt und das Korn kommt normalerweise mit Rauch nicht mehr in Berührung. Es gibt aber noch wenige Mälzereien, die einen kleinen Teil ihres Malzes nach dem traditionellen Verfahren über einem Feuer aus Buchenholzscheiten trocknen.<br />
 <br /><a href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/33-Rauchbiere-Stern-Braeu-Festbier,-Hallerndorfer-Rauchbier-und-Meinel-Braeu-Mephisto.html#extended">"Rauchbiere: Stern-Bräu Festbier, Hallerndorfer Rauchbier und Meinel-Bräu Mephisto" vollständig lesen</a>
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        <dc:subject>Bier</dc:subject>
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<dc:subject>Wissenswertes</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/67-Warum-nicht-Das-Deutsche-Reinheitsgebot.html" rel="alternate" title="Warum nicht? – Das Deutsche Reinheitsgebot  " />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-03T17:25:00Z</published>
        <updated>2010-10-03T17:25:00Z</updated>
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        <title type="html">Warum nicht? – Das Deutsche Reinheitsgebot  </title>
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                <H3>Teil 5 und Schluss: Reinheit die geboten ist<br />
</H3><br />
<blockquote>Zumindest...</blockquote><br />
Zumindest — so lautet das meistgehörte Argument fortgeschrittener Diskussionen über das Reinheitsgebot, zumindest verhindert es den Zusatz künstlicher Aroma– und Konservierungsstoffe.<br />
<br />
Vor allen Dingen — möchte man korrigieren — dient das Reinheitsgebot den Bierkonzernen, den deutschen Markt vor unliebsamer Konkurrenz abzuschotten. Paradoxerweise ergibt sich gerade daraus ein Fünkchen Hoffnung: Haben die inzwischen internationalen Bierkonzerne (die sich außerhalb Deutschlands freilich nicht die Bohne um ein irgendwie geartetes Reinheitsgebot scheren) in nicht mehr allzu ferner Zukunft den relevanten Markt unter sich aufgeteilt, kann die Bierlobby auf dieses wohlfeile Instrument womöglich verzichten. Vielleicht werden wir dann das Ende der grotesken Orthodoxie erleben und die Reinwäscherei weicht einer Diskussion um eine sinnvolle Kennzeichnungspflicht aller Zutaten — auch jener, die bislang nicht deklariert werden müssen weil sie — natürlich nur soweit technisch möglich — wieder herausgefiltert werden.<br />
<br />
Vielleicht erhält man dann eine Antwort darauf, warum Polyvinylpolypyrrolidon zugesetzt werden darf, natürliche Fruchtmaische aber nicht. Oder warum obergärigen Bieren Zucker zugesetzt werden darf, das Reinheitsgebot das Brauen mit Mais aber nicht zulässt — wohl aber mit Weizen statt der nach original Reinheitsgebot obligatorischen Gerste. Auf die Aufzählung weiterer Abstrusitäten verzichte ich hier, der geneigte Leser kann sie in den vorangegangenen Teilen finden.<br />
<br />
Und wenn wir dann noch auf dem Etikett erfahren, ob das Bier wie jede schnöde H-Milch pasteurisiert wurde oder ob wir es mit einem Lebensmittel zu tun haben, in dem auch noch Leben steckt, dann wären wir sicherlich einen ganzen Schritt weiter. <br />
<br />
Vielleicht fiele es dann dem ein oder anderem leichter, das Fabrikbier rechts liegen zu lassen, sei es nun nur mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut oder unter Zuhilfenahme von Reis, Mais oder allerlei E-irgendwasse. Ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass es eine Nische für gute, hadwerklich gebraute Biere geben könnte, die dann vielleicht gar eine Chance hätten, ein Stück weit aus ihrer Nische hervorzulinsen.<br />
<br />
Schluss!<br />
 
            </div>
        </content>
        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Reinheitsgebot</dc:subject>
<dc:subject>Sonstiges</dc:subject>

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        <link href="http://www.edlebiere.de/Blog/archives/66-Warum-nicht-Das-Deutsche-Reinheitsgebot.html" rel="alternate" title="Warum nicht? – Das Deutsche Reinheitsgebot  " />
        <author>
            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2010-09-22T14:28:00Z</published>
        <updated>2010-09-22T14:28:00Z</updated>
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        <title type="html">Warum nicht? – Das Deutsche Reinheitsgebot  </title>
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                <h3>Teil 4: Von Zuckern verschiedenster Couleur </h3><br />
<br />
<blockquote>Selbstverständlich entsprechen sie dem alten Reinheitsgebot... </blockquote><br />
<br />
So steht es in einem Reklameprospekt über die Biere der hervorragenden belgischen Brauerei Chimay. Die Zutatenliste: Brauwasser, Gerstenmalz, Weizen, Zucker, Hopfen, Hefe.<br />
<br />
Wir übersehen geflissentlich, dass hier die Hefe aufgeführt wird, die den Verfassern des Reinheitsgebotes noch überhaupt nicht bekannt war und deshalb dort auch nicht aufgeführt wurde. Der Apologet des Reinheitsgebots stutzt dennoch: Zucker? Ja Zucker! Und das entspricht dem deutschen Reinheitsgebot? Ja es entspricht dem Reinheitsgebot in Form der aktuellen deutschen Biergesetzgebung. Die Biere sind obergärig und dürfen deshalb auch nach deutschem Bierrecht Zucker enthalten. Und nicht nur das, sie dürften auch künstlich gefärbt werden, nämlich mit Zuckerkulör.<br />
<br />
Werden damit nicht myriaden von Thekendiskussionen hinfällig? Wie oft hat man nicht gehört, dass das Reinheitsgebot den traditionsbewussten Biertrinker vor den Kopfschmerzen bewahrt, die unweigerlich mit der Zugabe von Zucker in alkoholische Getränke verbunden seien. Das war natürlich schon immer quatsch. Schließlich sorgt ja gerade das Mälzen dafür, dass Zucker entsteht. Denn ohne Zucker keine alkoholische Gärung — also auch kein Bier. Warum also sollte nicht auch Zucker zugesetzt werden dürfen?<br />
<br />
Wie wir nun wissen, darf es das ja auch. Warum aber nur bei obergärigem Bier? Welche geheimen Gesetzmäßigkeiten führen dazu, dass das ehrwürdige Reinheitsgebot für untergärige Biere so interpretiert werden muss, dass kein Zucker zugesetzt werden darf, für obergäriges Bier aber eine ganz andere Interpretation gilt?<br />
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Wir wissen es nicht und werden es wohl auch nie erfahren. Was das für die verquere Diskussionen um das Reinheitsgebot bedeutet, dürfte jedoch so klar wie ein mit Kieselgur geklärtes Helles sein: Das allenthalben so hochgeschätzte Reinheitsgebot dient vor allem der Verschleierung  und der Sicherung der Pfründe des Bierestablishments.<br />
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... und deshalb werden wir auch beim nächsten Mal diese Diskussion hier beenden. 
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        </content>
        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Obergärig</dc:subject>
<dc:subject>Reinheitsgebot</dc:subject>

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            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2010-09-13T07:36:14Z</published>
        <updated>2010-09-13T07:36:14Z</updated>
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        <title type="html">Finnisches Bier Teil II</title>
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                <H3>Sinebrychoff Porter</H3><br />
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<!-- s9ymdb:51 --><img class="serendipity_image_left" width="269" height="400" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/SinebrychoffPorter.gif" alt="" />Ich glaube, ich habe in meinem Leben erst drei verschiedene Porter getrunken.<br />
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Von Stout – Guinness also zB. – heißt es, der Name leite sich von stout Porter ab, was wiederum strong Porter bedeute. Der Name Porter leite sich von Hafenarbeitern bzw. Trägern ab. Ein stout Porter wäre also ein besonders starkes gehaltvolles Bier, das schwer arbeitende Menschen zu sich genommen haben, um die vielen verbrauchten Kalorien wieder aufzufüllen. In Großbritannien und Irland habe ich schon häufiger Stout probiert – wurde mir doch gesagt, man müsse Stout halt erst drei mal getrunken haben, bis es einem schmecke. Für mich gilt das nicht. Man kann mir nicht vorwerfen, ich hätte es nicht oft genug probiert. Mir schmeckt Stout immer noch nicht sonderlich.<br />
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Als ich dann meine erste Flasche Porter in der Hand hielt, erwartete ich obiger Theorie entsprechend ein leichteres Stout. Es schmeckte aber eher wie ein mildes, dunkles Bockbier. Es handelte sich um ein dänisches Porter. Das nächste Porter das ich trank war ein deutsches. Auch das schmeckte wieder wie ein mildes, recht süßes dunkles Bockbier. Von Porter hatte ich mir mehr erwartet.<br />
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Um der Sache auf den Grund zu gehen, widmete ich mich wieder der theoretischen Seite des Biergenuss’ und sie da,: es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Typen Porter: Das Englische und Irische obergärige Porter, dessen starke Version das Stout ist einerseits, und das etwas stärkere Porter baltischen Stils, das mit untergäriger Hefe gebraut wird andererseits. Hier hatte ich meine Erklärung: Ich hatte untergärige Porter des baltischen Stils probiert, die mit obergärigem Guinness, Murphy’s und Co nicht sonderlich viel zu tun hatten.<br />
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All dies hatte ich im Kopf, als ich nun in Finnland ,mithin im Baltikum, ein Porter entdeckt: Das Sinebrychoff Porter.<br />
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Nun war ich allerdings sehr überrascht, das ausgerechnet dieses Bier so schmeckte, wie ich es ursprünglich erwartet hatte. Nebenbei wurde mir auch endlich klar, was bei Bierbeschreibungen mit ‚Kaffee-Aroma’ gemeint ist. Gemeint ist gar nicht das Aroma von Bohnenkaffee, sondern von Kaffeeersatz: von Malzkaffee. Eigentlich wenig erstaunlich, dass man mit dem Malz in einem Bier ähnliche Aromata erreichen kann wie mit Malz im Malzkaffee. Sinebrychoff Porter hat nämlich einen ganz ausgeprägten Muckefuck Geschmack.<br />
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Wer von meinen Lesern hat früher Caro-Kaffee getrunken? Wenn man das Pulver in heißem Wasser auflöst, kann es passieren, das noch kleine Klümpchen unaufgelösten Pulvers auf dem Wasser schwimmen. Und bekommt man solch ein Klümpchen in den Mund, hat es ein sehr intensives Malzkaffee-Aroma.<br />
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Die Erinnerung an eben dieses Aroma drängte sich bei mir in den Vordergrund, als ich den ersten Schluck Sinebrychoff Porter nahm.<br />
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Da hatte ich nun endlich gelernt, was ein Baltisches Porter ist, und nun schmeckt es wieder ganz anders, als ich nach meinem vertieften Lektürestudium erwartete. In allen Beschreibungen über Sinebrychoff Porter die ich gelesen habe, stand als Typ: ‚Baltisches Porter’. Geografisch stimmt das wohl. Was Geschmack oder Brauart betrifft, würde ich es aber eher als Porter des Irisch/Englischen Typs bezeichnen. Das Sinebrychoff Porter ist nämlich wie andere Ales ein obergäriges Bier, mit all den geschmacklichen Auffächerungen die bei obergärigen Bieren häufig zu finden sind. Neben dem intensiven Malzkaffeearoma schmeckt man nämlich viele weitere Nuancen, wie so häufig abhängig von Ort, Zeit und Stimmung beim Biergenuss.<br />
Obwohl die Sinbrychoff Brauerei schon 1999 vom globalen Brauereigiganten Carlsberg aufgekauft wurde und ich ja meine Vorbehalte gegenüber Industriebier habe, ist das Sinebrychoff Porter ein wirklich sehr sehr leckeres Bier.<br />
 
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<dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Bierbeschreibung</dc:subject>
<dc:subject>Bockbier</dc:subject>
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            <name>Guido Felhölter</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-20T08:04:31Z</published>
        <updated>2010-08-20T08:04:31Z</updated>
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        <title type="html">Finnisches Bier Teil I</title>
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                <h3>Gourmet Vaalea Ruokaolut </h3><br />
<!-- s9ymdb:50 --><img class="serendipity_image_left" width="480" height="361" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/Gourmet.gif" alt="" /><br />
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Ich war in Finnland im Urlaub. Dort war es sehr schön. Ich habe auch das weithin bekannte Lapin Kulta getrunken. Das ist nicht weiter erwähnenswert.<br />
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Ich habe auch ein/zwei weitere Biere probiert, die ich hier kurz vorstellen möchte. Die Zusammenstellung der von mir probierten Biere war eher begrenzt. Das lag weniger an der Auswahl des von mir besuchten Alko (der staatliche Finnische Alkoholverkaufsmonopolist). Der war recht gut sortiert. Insbesondere auch bei internationalen durchaus renommierten und wohlschmeckenden Biersorten – wie das in den meisten Bierläden rund um die Welt der Fall ist, außer in Deutschland. Aber das steht auf einem anderen Blatt.<br />
<br />
Die begrenzte Auswahl der von mir probierten Biere lag eher an meinem Geldbeutel. Der war schmal und die Bierpreise in Finnland skandinavientypisch hoch. Ich hab mich in meinem Urlaub also eher mit anderem als mit Biertrinken beschäftigt.<br />
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Heute möchte ich das Gourmet Vaalea Ruokaolut vorstellen. Das kommt aus der gleichen Brauerei wie Lapin Kulta – nämlich Hartwall, die wiederum im Besitz von Heineken ist.<br />
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Das Bier hab ich trotz seines Namens gekauft. Das Etikett war so schön und ich denke, ihr stimmt mir zu, dass die Flasche sehr gut in die finnische Landschaft passt.<br />
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Der Geschmack ist in etwa so, wie ich es von einem  Bier diesen Namens erwarten würde. In Deutschland würde im Namen sicherlich ‚Edelpils’ vorkommen.<br />
<br />
Es ist klar ein klares Pils. schlank aber nicht wässrig. Das ist in so fern erwähnenswert, als sich um ein Bier der finnischen Kategorie III (keskiolut) handelt, also weniger als 4,7 % Alkohol enthält. Genau genommen 4,6. Es ist also ein ordentlich gebrautes Industriepils, dem man seinen vergleichsweise geringen Alkoholgehalt nicht anmerkt mit einem sehr schönen Etikett.<br />
<br />
Mehr ist auch dazu wohl nicht zu sagen.<br />
 
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        <dc:subject>Bier</dc:subject>
<dc:subject>Expeditionen ins Bierreich</dc:subject>
<dc:subject>Finnland</dc:subject>
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            <name>Guido Felhölter</name>
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        <published>2010-08-12T20:01:00Z</published>
        <updated>2010-08-12T20:01:00Z</updated>
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        <title type="html">Bishops Finger</title>
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                <!-- s9ymdb:48 --><img class="serendipity_image_left" width="202" height="452" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.edlebiere.de/Blog/uploads/BishopsFinger.gif" alt="" /><br />
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<h2> Kentish Strong Ale </h2><br />
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Zu süß! – ist der erste und kandiszuckerklare Eindruck, den dieses Bier auf meinem Gaumen hinterlassen hat. Unmittelbar danach kam der zweite Eindruck und der hieß: zu Bitter! Und wenn ich zu bitter schreibe, dann meine ich das auch. Dieses Bier ist nicht edel hopfig herb sondern bitter.<br />
<br />
Es dauerte etwas, bis sich mein Gaumen mit diesen beiden Geschmackshämmern abgefunden hatte, doch dann gingen diese beiden Extreme langsam eine Verbindung ein, die man im Antrunk nicht erwartet hätte: Wider jede erwartung führte die Süße nicht zu diesem pampig süßen Gefühl im Mund, das schon zu viele Doppelböcke unter meinem Gaumen hinterlassen haben. Und dass die Bittere nicht im Premiumpilsmäntelchen daher kommt ist wohl entscheidend dafür, dass Süße und Bittere sich so fein die Waage halten, dass einem klar beim Genießen klar wird, wie fein dieses Verhältnis austariert sein muss.<br />
<br />
Ich bin ja in England gewissermaßen Bier-sozialisiert worden. Und allen, die sich nun endsetzt abwenden sei dieses Ale empfohlen um von ihren Vorurteilen gegenüber englischem Bier loszukommen. Über gute englische Biere in guten englischen Pubs kann an anderer Stelle sicher noch viel geschrieben werden, hier erst mal ein Verweis zu den britischen Freunden echten Ales.<br />
 
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<dc:subject>Bierbeschreibung</dc:subject>
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