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Artikel mit Tag Belgien
Samstag, 17. Juli 2010
Ølwechsel leicht gemacht
Den Schulferien ist es geschuldet, dass im Juli keine Verkostung in der Bierboutique Ølwechsel stattfindet.

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Bierverkostung
Donnerstag, 10. Juni 2010
Geuze Boon
Brausaison 2006 – 2007

Wahrscheinlich kommt man nicht umhin, bei der Vorstellung von belgischen Geuze immer wieder hervorzuheben, das man sich geschmacklich auf etwas ganz anderes einstellen sollte, als dass, was man von deutschen Standardbieren so gewöhnt ist.
Ist das erst mal geklärt, kann man sich auf die aromatische Vielfalt jedes einzelnen Vertreters dieser Bierart einlassen.
Die verschiedenen Aromata in Worte zu fassen, schlägt allerdings fast immer fehl. Je kreativer der Rezensent, desto schiefer die Metaphern. Diese Sammlung wollen wir hier um eine weitere Version erweitern:
Das Boon Geuze ist ein herausragender Vertreter der Gattung spontan vergorener Biere. Der Braumeister Frank Boon hat zunächst in der Lambic-Brauerei De-Vit sein Handwerk gelernt, bevor er sich dann seiner eigen Brauerei widmete. Er gilt allgemein als einer der wichtigsten Neuerer, der sich um die Renaissance dieser traditionellen belgischen Biere verdient gemacht hat.
Das Boon Geuze wird diesem guten Ruf gerecht.
Am einfachsten ist noch zu beschreiben, was das Boon Geuze nicht ist: Es ist nicht sauer. Damit will ich nicht sagen, dass zu erwarten gewesen wäre, dass das Bier sein Haltbarkeitsdatum überschritten hat und inzwischen sauer geworden ist. Da Geuzes spontan vergoren sind, spielen neben Hefen immer auch Milchsäurebakterien eine Rolle. Und die geben dem Bier eine saure Note. Die ist aber beim Boon Geuze vergleichsweise zurückhaltend.
Süße findet sich in diesem Bier aber auch nicht. Ich würde es sogar als knochentrocken bezeichnen. Von einigen anderen Vertretern dieser Bierart unterscheidet es sich auch dadurch, dass zumindest ich keine fruchtige Note habe ausmachen können. Auffällig ist eine gewisse Bitterkeit, und ein deutlicher geschmacklicher Hinweis auf die Lagerung in Eichenfässern.
Wirklich sprechend war diese Beschreibung aber nicht, oder? Vielleicht so: Das Boon Geuze schmeckt nach Fußballkabine in der zur Halbzeit Zwiebelbrot mit Brause verteilt wurde.
Aber vielleicht bring ich da auch was durcheinander und sollte ein solches Bier nicht grad beim Fußball gucken probieren.
Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
20:15
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Montag, 25. Januar 2010
Fromboise Boon Lambiek

Tja - ... Himbeerbier ...
Jede Assoziation mit Krombacher Cab Dragonfruit oder ähnlichen Kreationen verbietet sich hier. Und wer einerseits schreit „DAS IST DOCH KEIN BIER“ und andererseits dazu beiträgt, dass der Anteil von Biermischgetränken beim Umsatz der Industriebrauereien immer weiter zunimmt, ist für dieses Bier verloren.
Ja, natürlich handelt es sich um Bier!
Es ist eben kein Biermischgetränk. Der Zusatz von Früchten bzw. Fruchtsaft ist bei belgischen Fruchtbieren Teil des Brauprozesses. Wie man sich das Verfahren vorzustellen hat, werde ich in Teil drei der Trilogie „Vom Lambic zum Geuze“ beleuchten.
Das hier besprochene belgische Fruchtbier kommt aus der sehr renommierten Lambic-Brauerei Boon. Ich weiß: Wenn man betonen muss, dass etwas renommiert ist, kann es mit dem Renommee nicht so ganz weit her sein. Ich glaube aber, dass es zwischen den deutschen und den belgischen Bierfreunden hinsichtlich des Kenntnisstands zu Spezialbieren gewisse Divergenzen gibt. Lambic-Brauereien gibt es auch in Belgien nur noch recht wenige. Und wenn ich nicht ganz falsch informiert bin, gehört Boon zu den angesehenen.
Wirklich attraktiv sieht das Bier im Glas nicht aus. Man kennt den Effekt von selbst gemachter Marmelade: Wurde sie gerade frisch bereitet, leuchtet das Rot, als sei die Marmelade von innen angestrahlt. Holt man im Winter ein Glas aus dem Keller, um den Sommer auf den Frühstückstisch zu stellen, leuchtet nichts mehr. Die Farbe tendiert jetzt eher zu einem Rostbraun.
So präsentiert sich auch unser Fromboise Boon Lambiek.
Als Kind habe ich von meiner Tante jedes Jahr eine kleine Flasche selbst gemachten Himbeersirup bekommen. Irgendwie war er leicht vergoren. Zu dem fabelhaften Himbeeraroma gesellte sich so eine leicht saure Note, die den Himbeergeschmack noch zu betonen schien. Und der Geschmack war nicht der von natürlichem Himbeeraroma aus Sägespänen, wie wir ihn - geprägt von Himbeerjogurt – möglicherweise erwarten. Der Geschmack war der Geschmack von Himbeeren.
Warum ich hiervon berichte? Weil mir genau diese Gedanken beim Trinken des vortrefflichen Fruchtbiers gekommen sind. Eben dieses Aroma strömt einem aus dem Fromboise Boon Lambiek entgegen. Und auch hier ergänzt die Säure, die dem Lambiek ja eigen ist, das Himbeeraroma vortrefflich.
Da sich auf dem Etikett nicht der Zusatz ‚Oude’ findet, war davon auszugehen, dass bei diesem Bier die Vergehrung gestoppt wurde und so eine deutliche Restsüße geblieben ist. Diese Vermutung bestätigt sich beim probieren. Damit entspricht das Bier zwar nicht der reiner Lehre traditioneller Lambic-Braukunst. Geschmacklich kann ich aber nichts dagegen einwenden. Die deutliche Süße wird nämlich durch eine leichte Hopfenbittere und einem Deut vom Eichenfass abgegebenen Aroma gebrochen.
Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
11:09
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Dienstag, 8. Dezember 2009
Das soll Bier sein? – Vom Lambic zum Geuze Teil II
Teil II: Geuze

Um aus Lambic Geuze zu machen, braucht man vor allem zwei Dinge: Zeit und Raum. Zeit, weil man dem frischen Lambic nun eine mehrjährige Ruhe gönnt, damit es gemächlich reifen kann. Und Raum aus eben diesem Grund. Wenn man sein Bier, bevor man es verkauft, erst mal lange lagern muss, braucht man entsprechende Lagerkapazität. Bei der Herstellung von Geuze wird also nicht atemlos das Mantra vom Bier, das unbedingt so frisch wie möglich sein muss, aufgesagt. Ganz im Gegenteil: Warum sollte man gutem Bier die Ruhe vorenthalten, die für jeden guten Wein selbstverständlich ist. In dieser Reifungszeit können dann verschiedene physikalische und chemische Prozesse vor sich gehen, die überhaupt erst die verschiedenen Aromen zu einem komplexen Ganzen zusammenführen. Das Aroma gewinnt deutlich durch die Reifung. Ein wichtiger Faktor beim Geuze sind die Eichenfässer, in denen das Bier gelagert wird. Ich bin nicht sicher, ob wirklich alles Geuze mehrere Jahre in relativ kleinen Eichenfässern gelagert wurde. Vielleicht tun in der ein oder anderen Brauerei auch Edelstahltanks ihren Dienst. Bei den meisten mir bekannten Lambics wären dann aber eine deutliche Anzahl Eichenschnipsel zugesetzt, die diesen deutlich eichig-taninigen Geschmack im Geuze hinterlassen. "Das soll Bier sein? – Vom Lambic zum Geuze..." vollständig lesen »

Mit freundlicher Genemigung von brewersofindianaguild.com
Um aus Lambic Geuze zu machen, braucht man vor allem zwei Dinge: Zeit und Raum. Zeit, weil man dem frischen Lambic nun eine mehrjährige Ruhe gönnt, damit es gemächlich reifen kann. Und Raum aus eben diesem Grund. Wenn man sein Bier, bevor man es verkauft, erst mal lange lagern muss, braucht man entsprechende Lagerkapazität. Bei der Herstellung von Geuze wird also nicht atemlos das Mantra vom Bier, das unbedingt so frisch wie möglich sein muss, aufgesagt. Ganz im Gegenteil: Warum sollte man gutem Bier die Ruhe vorenthalten, die für jeden guten Wein selbstverständlich ist. In dieser Reifungszeit können dann verschiedene physikalische und chemische Prozesse vor sich gehen, die überhaupt erst die verschiedenen Aromen zu einem komplexen Ganzen zusammenführen. Das Aroma gewinnt deutlich durch die Reifung. Ein wichtiger Faktor beim Geuze sind die Eichenfässer, in denen das Bier gelagert wird. Ich bin nicht sicher, ob wirklich alles Geuze mehrere Jahre in relativ kleinen Eichenfässern gelagert wurde. Vielleicht tun in der ein oder anderen Brauerei auch Edelstahltanks ihren Dienst. Bei den meisten mir bekannten Lambics wären dann aber eine deutliche Anzahl Eichenschnipsel zugesetzt, die diesen deutlich eichig-taninigen Geschmack im Geuze hinterlassen. "Das soll Bier sein? – Vom Lambic zum Geuze..." vollständig lesen »
Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
17:51
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Sonntag, 15. November 2009
Das soll Bier sein? - Vom Lambic zum Geuze
Teil I: Lambic

Es ist einige Jahre her, dass ich mein erstes Lambic getrunken habe. Der Geschmack damals – hat mich überrascht.
Nun muss ich vorausschicken, dass ich in Hessen lebe. Hier trinkt man neben Bier auch Apfelwein. Ich trinke ihn nicht nur, sondern lasse auch meinen eigenen Apfelwein im Keller gären. Ich bin also mit dem Geschmack dieses Getränkes einigermaßen vertraut. Ich dachte, ich sei auch mit dem Geschmack von Bier vertraut und könnte Apfelwein und Bier gut auseinander halten.
Diese duale Weltsicht wurde mit meinem ersten Schluck Lambic jäh zerstört!
"Das soll Bier sein? - Vom Lambic zum Geuze" vollständig lesen »

Mit freundlicher Genemigung von brewersofindianaguild.com
Es ist einige Jahre her, dass ich mein erstes Lambic getrunken habe. Der Geschmack damals – hat mich überrascht.
Nun muss ich vorausschicken, dass ich in Hessen lebe. Hier trinkt man neben Bier auch Apfelwein. Ich trinke ihn nicht nur, sondern lasse auch meinen eigenen Apfelwein im Keller gären. Ich bin also mit dem Geschmack dieses Getränkes einigermaßen vertraut. Ich dachte, ich sei auch mit dem Geschmack von Bier vertraut und könnte Apfelwein und Bier gut auseinander halten.
Diese duale Weltsicht wurde mit meinem ersten Schluck Lambic jäh zerstört!
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Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
13:57
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Samstag, 5. September 2009
Timmermans Faro Tradition

Timmermans Faro Tradition
Faro ist eine Biersorte, die aus der belgischen Bierspezialität Lambic gemacht wird. Über Lambic lässt sich viel schreiben. Das will ich an anderer Stelle auch gerne nachholen. Hier nur soviel: Lambic wird keine Hefe zugesetzt. Die alkoholische Vergärung kommt nur zustande, weil sich in der Luft natürlich vorkommende Hefen in dem zukünftigen Lambic ansiedeln. Neben Hefesporen fliegt aber noch einiges andere in der Luft herum, so dass auch Milchsäurebakterien in der Würze ans Werk gehen. Das führt dann dazu dass Milchsäure entsteht, das Bier mithin eine saure Note bekommt. um dieser Note, die wohl öfter als unangenehm empfunden wurde entgegenzuwirken, wurde früher das Lambic of unmittelbar vor dem trinken mit braunem Kandis gesüßt. Dieses gesüßte Bier nennt sich dann Faro. "Timmermans Faro Tradition" vollständig lesen »
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