
Mit dem Verbindungswesen kann ich ja gar nichts anfangen. Ach was: es ist mir zuwider. Drum fällt es mir auch schwer, ein Bier, das nach einer Schülerverbindung genannt wurde, über allen Klee zu loben.
Das Doppelbock Absolvinator der Meinel Brauerei in Hof wurde nach der Schülerverbindung Absolvia benannt. Genug davon.
Das Bier schmeckt außerordentlich gut!
Als ich die belgischen Trappistenbiere kennen und überaus schätzen gelernt habe, dachte ich, dass ich in meiner unbedarften Jugend die geschmacklichen Vorzüge von Doppelbock noch gar nicht zu würdigen wusste. Ich habe mich deshalb also in einen sehr gut sortierten Getränkemarkt begeben und von jedem der Doppelbockbiere, die der Markt führte eins mit nach hause genommen. Dort galt es zu testen, woher mein Vorurteil rührte, dass Starkbiere der Kategorie Doppelbock süß, pappig und gegebenenfalls dazu noch sprittig schmecken. Ich probierte eins nach dem anderen – natürlich nicht alle am selben Tag – und stellte fest, dass mein Vorurteil daher rührte, dass alle von mir probierten Doppelbock süß, pappig und gegebenenfalls dazu noch sprittig schmeckte. Die von mir probierten Doppelbocke und die belgischen Trappistenbiere kommen einfach aus unterschiedlichen Welten.
Ich habe natürlich nicht alle Doppelböcke die es gibt probiert, so dass ich nicht über alle Doppelböcke den Stab brechen kann. Natürlich nicht! Denn mit dem Absolvinator von Meinel habe ich ein Doppelbock gefunden, das sich in der Welt der belgischen Trappistenbiere bewegen kann, als sei es dort geboren.
Eigentlich kein Wunder, denn die Trappistenbiere und die Bockbiere, die als Saisonbiere zu Beginn der Fastenzeit angestochen werden, haben den gleichen Ursprung: Die Mönche in den Klöstern hielten sich besonders streng an die Fastengebote. Und ‚ Fasten’ bedeutete nicht nur, dass kein Fleisch gegessen werden durfte. Es durfte gar nichts gegessen werden. Aber – ‚Flüssiges bricht das Fasten nicht’. Und da dass flüssige an Essens statt genossen wurde, musste es entsprechend kalorienreich sein. Also einen hohen Stammwürzgehalt haben, der den interessanten Nebeneffekt hat, dass auch der Alkoholgehalt hoch ist.
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Ich glaube, ich habe in meinem Leben erst drei verschiedene Porter getrunken.
