
Wow – Beck ’n Bier Bock: das klingt nach „Rock ’n Roll“ und nach „Bock auf mehr“.
Die Farbgebung des Etiketts allerdings erinnert eher an die achtziger Jahre: Gelb auf Orange mit grünen und braunen Einsprengseln.
Sei’s drum: Original Büchenbacher Bockbier Beck’n Bier Brauereiabfüllung – da geht was.
Es ist ein dunkler Bock. Ein schönes Braun mit einem herbstlich roten Stich. Findet sich da das gedeckte Orange des Etiketts wieder?
Es wird zwar langsam etwas wärmer. Wenn ich aber rausschaue ist es unverkennbar noch Winter. Da darf es dann auch schon mal ein etwas stärkeres Bier sein. Auf dem Etikett des Büchenbacher Bock-Bier steht 7,1 %vol. Das ist recht nah am Doppelbock. Das glaub ich aber nicht.
Man schmeckt den hohen Stammwürzgehalt jedenfalls nicht. Man schmeckt das leicht karamellig, leicht röstige Malz. Das will man ja bei einem gescheiten dunklen Bier. Und man schmeckt eine Menge feinen Hopfens als Gegengewicht. Auch das erwartet man von einem guten fränkischen Bier. Die süße Pampigkeit, die ich bei deutschen Starkbieren so fürchte, die schmeckt man bei diesem Bier nicht. Das ist einwandfrei. Wüsste ich es nicht besser, würde ich dieses Bier als einen hervorragenden Vertreter dunkler Märzenbiere einordnen.
Es ist aber ein durchaus gehaltvolles Bock-Bier und deshalb an diesem feuchtkalten Winterabend genau das richtige.



