Endlich mal wieder ein Ale. Viel zu selten komme ich dazu, solch eine englische Bierspezialität zu probieren.Nun steht das zum 200 Geburtstag dieser Brauerei 2007 gebraute Double Centrury der Brauerei Twaites aus Blackburn vor mir. Das heißt, das Rezept wurde 2007 entwickelt. Das Bier, dass vor mir steht hat sicher noch keine drei Jahre auf dem Buckel.
Bei Twaites handelt es sich um eine regionale Brauerei aus dem Nord-Westen Englands. Regional in so fern, als sie (noch) nicht von einem der internationalen Bierkonzernen aufgekauft wurde. Die Brauerei braut traditionelle Ales, die, wie bei guten Ales üblich, mit noch lebenden Hefekulturen in deren regionalen Wirtschaften ausgeschenkt werden. Dabei sollte man sich aber von dem romantischen Bild einer Kleinbrauerei, die nur um den eigenen Kirchturm herum ausschenkt, verabschieden. Twaites hat mehrere hundert eigene oder in Lizenz betriebene Pubs und vertreibt inzwischen den wohl größten Teil seines Bieres sterilisiert in Keg-Fässern oder in Flaschen abgefüllt.
Dabei handelt es sich dann natürlich nicht mehr um das ‚real thing’. Aber nur dadurch ist es mir nun vergönnt , dass eine – inzwischen ausgeschenkte – Flasche des Bieres aus dieser Brauerei vor mir steht.
Ein schönes, für ein Ale relativ helles Braun mit einem nur leicht rötlichen Schimmer lacht mich an. Es verströmt ein - für eine deutsches Bier gewöhnte Nase - recht ungewohntes fruchtiges Hopfenaroma.
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In Teil I dieser Literaturvorstellung haben wir Bände mit dem prägnanten Titel „Bier“ vorgestellt. Eine Liste die sicher noch deutlich erweitert werden könnte. Ein Buch mit diesem schlichten Titel, von dessen Genuss wir abraten würden, liegt uns - wohl eher zufällig - nicht vor. Stellvertretend für diese Kategorie nennen wir hier aber „Das Buch zum Bier“, erschienen 1999 im Eichborn Verlag.
Wird da wieder nur eine weitere Sau durchs Dorf gejagt?
