Die nächste
Artikel mit Tag fränkisches Bier
Samstag, 17. Juli 2010
Ølwechsel leicht gemacht
Den Schulferien ist es geschuldet, dass im Juli keine Verkostung in der Bierboutique Ølwechsel stattfindet.

Die nächste
Die nächste
Bierverkostung
Montag, 28. Juni 2010
Adler Bräu Vollbier
Das weiche Wasser bricht den Stein.

Würde man dies Bier als ‚Bots-Bier‘ bezeichnen — ich denke, die älteren unter uns können mit dieser Weichspülcombo noch etwas anfangen — würde man dieses Bier also als ‚Bots-Bier‘ bezeichnen, so täte man ihm sicherlich unrecht. Denn dieses Bier glänzt nicht durch Farblosigkeit, sondern durch eine dunkel-güldene Farbe im Glas. Und auch geschmacklich ist es alles andere als ausdruckslos. Es schmeckt voll und kräftig.
Dennoch kann man diesem Bier eine gewisse Affinität zu den Ökopax-Schlagern der Bots nicht absprechen: Schaut man sich nämlich nach einem Bier um, das man genussvoll sieben Tage trinken will, ohne es mit der Zeit überdrüssig zu werden, so hat man hiermit das Bier seiner Wahl gefunden.
Ein wichtiger Grund, warum das Bier trotz des ausgewogenen Hopfen-Malz-Aromas als eher schlank bezeichnet werden kann, dürfte im Wasser zu suchen sein, mit dem es gebraut wurde. Die Brauerei liegt am Rande des Steigerwalds, der aus Sandstein besteht. Das Wasser, das diesen harten Stein bricht, bleibt dabei weich. Das wiederum begünstigt eine aromatische aber nicht aufdringlich wirkende Hopfennote.
Wenn ein Bier ‚trocken‘ sein kann, so ist es das Adlerbräu. Vielleicht doch kein ‚Bots-Bier‘ sondern eine ‚Badetuch-Bier‘: Weich und trocken.
Den Pilsfreund wird der hohe Vergärungsgrad verbunden mit einem vergleichsweise niedrigen Stammwürzgehalt erfreuen, der zu den pilstypischen 4,8% vol. Alkohol führt. Der Kellerbierfreund wird das ausgewogene Malz—Hopfen- Verhältnis zu schätzen wissen und der Dunkelbierfreund den Anflug einer karamelligen Note.
Die Brauereigaststätte in Schlüsselfeld ist allemal einen Besuch wert, gibt es neben dem hervorragenden Bier doch eine beachtenswerte Speisekarte, die sich insbesondere durch die Karpfengerichte auszeichnet.
Und jetzt alle zusammen: „Was wollen wir trinken, sieben Tage lang? ...“
Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
20:37
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Montag, 31. Mai 2010
Erstes Forchheimer Leicht

„Herbfrisches Schankbier“
Damit hatte mal die Henninger Brauerei ihr alkoholfreies Bier beworben. 'Schankbier' sollte dabei wohl suggerieren, das das Bier schmecke wie ein im Schankraum frisch gezapftes Bier.
Gelogen hat der Bierfabrikbetreiber damit nicht, ist der Begriff 'Schankbier' doch klar definiert: Ein Schankbier ist ein Bier mit einem Stammwürzgehalt zwischen 7% und 11%. Das heißt, aus der während des Brauprozesses entstandenen Zuckerlösung könnte ein Bier mit einem Alkoholgehalt von etwa 3 % bis 4,5% Alkohol gebraut werden. Und das gilt sicherlich für das Clausthaler. Die nächst schwächere Bierart wäre das Einfachbier, die nächst stärkere das Vollbier. Praktische jedes Pils, Export oder auch Weizen das wir trinken ist ein Vollbier. 'Schankbier' heißt also recht schlicht: 'Dieses Bier ist dünner als das, was sonst so getrunken wird'.
Die kleinste der vier Forcheimer Brauereien - Eichhorn - hat sich nun an das Experiment gewagt, ein Leichtbier – mithin also ein Schankbier zu brauen. Ist das nun überraschend angesichts der Tatsache, dass das Pils dieser Brauerei auf satte 5,4% kommt oder erkennt man daran, dass die Brauerei schon immer mit der Stärke ihrer Biere experimentiert hat?
Das Experiment möchte ich als gelungen bezeichnen. Bei der letzten Verkostung in der Bierboutique Ølwechsel habe ich zunächst verheimlicht, dass es sich um ein Leichtbier handelt. Die Verkoster waren allgemein überrascht, als sie erfuhren, dass das Bier nur 2,9 % vol. Alkohol hat.
Es schmeckt nicht wässrig. Im Gegenteil: Es hat einen recht kräftigen Malzkörper, wie es sich für ein fränkisches Bier gehört. Dabei muss es aber wohl doch dem fehlenden Alkoholgehalt etwas Tribut zollen. Der Malzgeschmack kommt etwas dominant daher und bleibt trotz der kräftigen und leckeren Hopfengabe ein wenig isoliert.
Aber auch wenn man mit diesem Bier ein Bier hat mit '40% weniger Alkohol als unser Vollbier' wie eine Banderole auf dem Flaschenetikett mitteilt, so handelt es sich beim 'Erstes Forcheimer Leicht' beileibe nicht nur um eine abgespeckte Version des Vollbiers, sonder um eine unbedingt trinkenswerte Sorte aus dem Sortiment der Eichhorn Brauerei.
Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
18:19
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Montag, 19. April 2010
Ølwechsel leicht gemacht
Diesen Monat: das offizielle Angrillen
Die Bierboutique Ølwechsel veranstaltet an jedem letzten Freitag im Monat eine Bierverkostung. Diesen Monat ist das der 30.04. 10.
Bierverkostung
am Freitag den 30.04. 10
ab 18:30 Uhr
in der Bierboutique Ølwechsel
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32
in Frankfurt am Main
Die Kosten betragen € 15,-
Damit wir genügend Kohle auflegen und Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:
Telefon (069) 71 67 18 59
oder
Verkostung@edlebiere.de
Unmittelbar vor der nächsten Verkostung werden wir von einer neuen Einkaufstour aus Franken zurückkommen. Die dort erworbenen Preziosen werden wir im Rahmen des Angrillens vorstellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können dabei viel Wissenswertes über die fränkischen Brauereien und Bierspezialitäten erfahren.
In ungezwungener Runde werden wir gemeinsam Grillen und feststellen, welche Biere besonders zum nun endlich erwachenden Frühling passen.
Bier, Brot und Informationen stellen wir, Ihr bevorzugtes Grillgut bringen Sie bitte selber mit.
Und zum Schluss schon mal ein kleiner, dafür um so wichtigerer Tip zu Grillen und Bier: Das Steak mit Bier abzulöschen geht gar nicht! Warum? Dazu hat der Polymerforscher am Max-Planck-Institut Thomas Vilgis einen hervorragenden Artikel geschrieben auf den wir bei der Verkostung sicher zu sprechen kommen.
Geschrieben von Guido Felhölter
in Verkostung
um
19:34
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Bier, Bierprobe, Bierverkostung, Expeditionen ins Bierreich, Frankfurt, fränkisches Bier, Verkostung
Dienstag, 23. Februar 2010
Eichhorn Edelpils

Bayrische Biere — sind das nicht diese dünnen Biere, die man literweise zu sich nehmen muss, um überhaupt eine Wirkung zu spüren?
Der Braumeister des hier vorgestellten Bieres würde uns wahrscheinlich höchstens noch Mineralwasser kredenzen, würden wir sein Bier als ‚bayrisch‘ bezeichnen — Bundesland hin, Bundesland her. Denn Forchheim liegt in Franken. Forchheim hat zwar nur etwa 30 000 Einwohner, dafür aber vier Brauereien. Und die kleinste Brauerei von ihnen ist die Brauerei Eichhorn.
Doch zurück zum Bier: Die echten Experten suchen auf dem Etikett natürlich erst mal nach dem Alkohol gehalt — und stutzen: Hat ein Pils nicht normalerweise so um die 4,8 %? Hat es. Nicht so aber dieses. Überrascht stellen wir fest, dass dort 5,4 vol. % Alkohol angegeben sind. Ein Alkoholgehalt, wie wir ihn eher von klassischen Exportbieren gewohnt sind.
Grundsätzlich scheint es eher so zu sein, dass die süddeutschen Biere pilsener Brauart stärker sind als ihre norddeutschen Pendanten. Konrad Greif aber, der Braumeister, der für dieses außergewöhnliche Pils verantwortlich zeichnet, scheint sein Bier gerne noch etwas stärker einzubrauen als lokal üblich. Und was soll man sagen - es kommt dem Bier zugute.
Kein Spritgeschmack, keine Pampigkeit.
Nun, offensichtlich ist dieses Bier hochvergoren, wie es sich für ein ordentliches Pils gehört. Und der Hopfen ist auch nicht nur in diesem Bier, um es bitter zu machen. Leckerer Aromahopfen gibt diesem Pils seinen Charakter, der als mehr denn als ‚fein‘ bezeichnet werden kann. Allerdings kann dieses Bier seine Herkunft aus einer fränkischen Kleinbrauerei nicht verleugnen - was ihm durchaus nicht zum Nachteil gereicht. Im Antrunk kann man den für viele Kleinbrauereien typischen fruchtigen Anklang finden. Nach einem kräftigen Schluck verweilt dann der herrlich herbe Geschmack dieses Bieres noch lange hinter auf der Zunge.
Bei unserer letzten Blindverkostung in der Bierboutique Ølwechsel hat dieses Pils durchweg als das beste der probierten Biere abgeschnitten. Auch wenn es nicht die schlanke trocken -spritzige Eleganz aufgewiesen hat, wie man es von einem typischen Pils erwartet hätte.
Übrigens ist Pils entgegen der landläufigen Meinung durchaus ein typisch bayrisches Bier. Schließlich wurde es erstmals vom bayerischen Braumeister Josef Groll 1842 in Pilsen ausgeschenkt.
Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
12:22
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Dienstag, 16. Februar 2010
Büchenbacher Bockbier

Wow – Beck ’n Bier Bock: das klingt nach „Rock ’n Roll“ und nach „Bock auf mehr“.
Die Farbgebung des Etiketts allerdings erinnert eher an die achtziger Jahre: Gelb auf Orange mit grünen und braunen Einsprengseln.
Sei’s drum: Original Büchenbacher Bockbier Beck’n Bier Brauereiabfüllung – da geht was.
Es ist ein dunkler Bock. Ein schönes Braun mit einem herbstlich roten Stich. Findet sich da das gedeckte Orange des Etiketts wieder?
Es wird zwar langsam etwas wärmer. Wenn ich aber rausschaue ist es unverkennbar noch Winter. Da darf es dann auch schon mal ein etwas stärkeres Bier sein. Auf dem Etikett des Büchenbacher Bock-Bier steht 7,1 %vol. Das ist recht nah am Doppelbock. Das glaub ich aber nicht.
Man schmeckt den hohen Stammwürzgehalt jedenfalls nicht. Man schmeckt das leicht karamellig, leicht röstige Malz. Das will man ja bei einem gescheiten dunklen Bier. Und man schmeckt eine Menge feinen Hopfens als Gegengewicht. Auch das erwartet man von einem guten fränkischen Bier. Die süße Pampigkeit, die ich bei deutschen Starkbieren so fürchte, die schmeckt man bei diesem Bier nicht. Das ist einwandfrei. Wüsste ich es nicht besser, würde ich dieses Bier als einen hervorragenden Vertreter dunkler Märzenbiere einordnen.
Es ist aber ein durchaus gehaltvolles Bock-Bier und deshalb an diesem feuchtkalten Winterabend genau das richtige.
Donnerstag, 4. Februar 2010
Ølwechsel leicht gemacht
Die Bierboutique Ølwechsel veranstaltet an jedem letzten Freitag im Monat eine Bierverkostung. Diesen Monat ist das der 26.02.10.

Bierverkostung
Bierverkostung
am Freitag den 26.02.10
ab 18:30 Uhr
in der Bierboutique Ølwechsel
im Autowerk, Ginnheimer Str. 32
in Frankfurt am Main
Bitte unbedingt vorher anmelden, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Die Kosten betragen € 15,-
Damit wir genügend Bier kaltstellen können, bitten wir darum, sich unbedingt vorher anzumelden:
Telefon (069) 71 67 18 59
oder
Verkostung@edlebiere.de
Die Verkostungen richtet sich nicht nur an jene Biertrinkerinnen, die nach Anregungen für einen Ølwechsel suchen, sondern auch an alle, denen die Welt des Biergenusses bislang eher verschlossen geblieben ist.
Verkostet werden 6-8 Biere aus dem Angebot der Bierboutique Ølwechsel. Die Palette reicht von Pils über typisch fränkisches Kellerbier bis hin zu internationalen Spezialitäten.
Gerade jene, die bislang mit Bier noch nicht viel anzufangen wussten, können zB über die belgischen Spezialitäten erfahren, dass Bier auch ganz anders schmecken kann, als jenes tendenziell bittere Getränk, das ihnen immer mal wieder zu Chips angeboten wurde. Bei den Bierproben soll nicht nur das Urteilsvermögen in Bezug auf Aussehen, Geruch und Geschmack der verkosteten Biere geschult werden. Auch das Drumherum soll nicht zu kurz kommen. Schließlich kann es nicht schaden, etwas über den Brauprozess zu wissen, um sich ein sicheres Urteil über ein Bier bilden zu können.
Natürlich ist das Wichtigste bei einer Bierverkostung, Biere probieren zu können, die man sonst nur sehr schwierig in sein Glas bekommt. (Damit sind keine motorischen Probleme beim Einschenken gemeint sondern die geringe Verfügbarkeit besonderer Biere.) Da die Telnehmerinnen und Teilnehmer die Biere ja selber probieren, versuchen wir uns bei der Charakterisierung der Biere zurückzuhalten. Schließlich geht es ja darum, selbst das Geschmackserlebnis zu haben.
Stattdessen legen wir Wert darauf, den Besucherinnen nahe zu bringen, dass es eine Bierwelt jenseits von den im Fernsehen allenthalben beworbenen ‚Premium’ Pilsnern gibt. Enge Kontakte nicht nur mit lokalen Kleinbrauern sondern auch mit fränkischen oder gar belgischen Brauern geben uns hoffentlich die Möglichkeit einen Einblick in die verschiedenen regionalen Brautraditionen zu geben.
Diesmal wollen wir uns wieder auf fränkische Spezialitäten konzentrieren.
Franken ist ja nicht gerade als Pilsgegend berühmt. Dennoch haben wir bei unseren Besuchen in Franken einige hervorragende Vertreter dieses Biertyps gefunden. Mindestens einen davon wollen wir vorstellen. Bekannt ist die Gegend für ihr Kellerbier. Und das wird bei der Bierprobe natürlich auch nicht fehlen - sei es unter dem Namen Kellerbier, Vollbier oder Lagerbier. Das kann uns dann auch Gelegenheit geben zu klären, was es mit all den Namen auf sich hat. Um wirdunserer Veranstaltung den richtigen Rahmen zu geben, darf in der Vorstellung natürlich auch ein typisches fränkisches Festbier nicht fehlen. Die Vorstellung unseres Sortiments wird durch die Verkostung einer oder zweier der belgischen Spezialitäten abgerundet werden.
Geschrieben von Guido Felhölter
in Verkostung
um
19:13
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Bierprobe, Bierverkostung, Franken, Frankfurt, fränkisches Bier, Verkostung
Freitag, 8. Januar 2010
Auf Einkaufstour in der Fränkischen Schweiz II
Brauerei Mager Ur-Hell

Auch von der Brauerei Mager in Pottenstein haben wir kein Photo. Schreiben wir hier von Brauereien, von denen wir kein Photo haben, so haben wir zumindest ein Photo zu bieten, von einer Brauerei, die es gar nicht mehr gibt: Die Brauerei Wehrfritz in Muggendorf. Die gibt es seit 1983 nicht mehr. Immerhin gibt es in Muggendorf noch den Getränkevertrieb Wehrfritz, bei dem man neben gängigen Fabrikbieren auch einige veritable regionale Biere erhält. Wir aber wollten Bier direkt aus einer uns noch unbekannten Brauerei und mussten deshalb drei Dörfer weiter nach Pottenstein fahren. Der Ortsname verleitet zur Annahme, hier sei es hässlich, ist es aber nicht, ein bischen barock vielleicht, aber das ist Ansichtssache.
Jedenfalls hat man dort die Wahl: Brauerei Hufeisen oder Mager. Da es schneite, hatte ich Angst, nicht mehr gut zurück zu kommen so dass wir uns wieder beeilen müssen. Deshalb haben wir nicht erkunden können, ob es die Brauerei Wagner auch noch gibt. Weiß jemand davon?
"Auf Einkaufstour in der Fränkischen Schweiz II" vollständig lesen »

Auch von der Brauerei Mager in Pottenstein haben wir kein Photo. Schreiben wir hier von Brauereien, von denen wir kein Photo haben, so haben wir zumindest ein Photo zu bieten, von einer Brauerei, die es gar nicht mehr gibt: Die Brauerei Wehrfritz in Muggendorf. Die gibt es seit 1983 nicht mehr. Immerhin gibt es in Muggendorf noch den Getränkevertrieb Wehrfritz, bei dem man neben gängigen Fabrikbieren auch einige veritable regionale Biere erhält. Wir aber wollten Bier direkt aus einer uns noch unbekannten Brauerei und mussten deshalb drei Dörfer weiter nach Pottenstein fahren. Der Ortsname verleitet zur Annahme, hier sei es hässlich, ist es aber nicht, ein bischen barock vielleicht, aber das ist Ansichtssache.
Jedenfalls hat man dort die Wahl: Brauerei Hufeisen oder Mager. Da es schneite, hatte ich Angst, nicht mehr gut zurück zu kommen so dass wir uns wieder beeilen müssen. Deshalb haben wir nicht erkunden können, ob es die Brauerei Wagner auch noch gibt. Weiß jemand davon?
"Auf Einkaufstour in der Fränkischen Schweiz II" vollständig lesen »
Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
10:37
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Bier, Bierprobe, Expeditionen ins Bierreich, Franken, fränkisches Bier, Helles
Dienstag, 5. Januar 2010
Auf Einkaufstour in der Fränkischen Schweiz I
Brauerei Ott in Oberleinleiter

Zum Jahreswechsel haben wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und sind in die Fränkische Schweiz in den Urlaub gefahren um Bier einzukaufen. Dabei waren wir auch in der Brauerei Ott im Leinleitnertal. Allerdings haben wir das nicht mit dem Photoapparat festgehalten, weil wir sehr in Eile waren. Das hatten wir einem interessanten und nur sporadisch vorkommendem Naturphänomen zu verdanken.
Bevor wir das Bier kaufen gingen, wollten wir noch einen Spaziergang im oberen Leinleitnertal machen – eine sehr schöne Gegend, in der auch das namensgebene Gewässer entspringt. Dank unserer ausgeklügelten Strategie, dem Bachlauf aufwärts zu folgen, hatten wir die Quelle bald gefunden. Dabei stellten wir dann fest, dass das Wasser nicht nur aus dieser Quelle kam, sondern munter von weiter oben über die Wiese des Tales sprudelte. Wir hatten das Glück, das Phänomen einer intermittierenden Karstquelle zu beobachten. Oberhalb der eigentlichen Quelle gibt es zwei Quellen, die nur im feuchten Frühling oder nach starken Regenfällen Wasser führen (so viel zum Wetter auf unserer Einkaufsreise).
Wir wollten uns dieses Naturschauspiel natürlich nicht entgehen lassen und wanderten der temporären Quelle entgegen. Da aus der normalerweise kein Wasser fließt, kümmerte sich der Wegverlauf wenig um den meist nicht vorhandenen Bach. Für uns bedeutete das, dass wir den Wasserlauf alle paar Minuten queren mussten. Und im Winter bietet es sich nicht gerade an, die Furt einfach zu durchschreiten, indem man sich seines Schuhwerks entledigt. Konnten die Erwachsenen gerade noch übner den Wasserlauf springen, war das für die Kinder schon schwieriger und für die Kleinste unmöglich. Was liegt da näher, als die Kleinste mit einem kräftigen Schwungt auf die andere Seite zu befördern.
– Die Füße kamen auch dort an, wo sie ankommen sollten. Der Rest des Körpers kippte aber nicht nach vorne sondern nach hinten. Dass dort normalerweise kein Wasser ist, half uns nicht weiter. Nun hieß es schnellstens aus den Nassen Klamotten und heimwärts.
"Auf Einkaufstour in der Fränkischen Schweiz I" vollständig lesen »

Ort des Geschehens
Zum Jahreswechsel haben wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und sind in die Fränkische Schweiz in den Urlaub gefahren um Bier einzukaufen. Dabei waren wir auch in der Brauerei Ott im Leinleitnertal. Allerdings haben wir das nicht mit dem Photoapparat festgehalten, weil wir sehr in Eile waren. Das hatten wir einem interessanten und nur sporadisch vorkommendem Naturphänomen zu verdanken.
Bevor wir das Bier kaufen gingen, wollten wir noch einen Spaziergang im oberen Leinleitnertal machen – eine sehr schöne Gegend, in der auch das namensgebene Gewässer entspringt. Dank unserer ausgeklügelten Strategie, dem Bachlauf aufwärts zu folgen, hatten wir die Quelle bald gefunden. Dabei stellten wir dann fest, dass das Wasser nicht nur aus dieser Quelle kam, sondern munter von weiter oben über die Wiese des Tales sprudelte. Wir hatten das Glück, das Phänomen einer intermittierenden Karstquelle zu beobachten. Oberhalb der eigentlichen Quelle gibt es zwei Quellen, die nur im feuchten Frühling oder nach starken Regenfällen Wasser führen (so viel zum Wetter auf unserer Einkaufsreise).
Wir wollten uns dieses Naturschauspiel natürlich nicht entgehen lassen und wanderten der temporären Quelle entgegen. Da aus der normalerweise kein Wasser fließt, kümmerte sich der Wegverlauf wenig um den meist nicht vorhandenen Bach. Für uns bedeutete das, dass wir den Wasserlauf alle paar Minuten queren mussten. Und im Winter bietet es sich nicht gerade an, die Furt einfach zu durchschreiten, indem man sich seines Schuhwerks entledigt. Konnten die Erwachsenen gerade noch übner den Wasserlauf springen, war das für die Kinder schon schwieriger und für die Kleinste unmöglich. Was liegt da näher, als die Kleinste mit einem kräftigen Schwungt auf die andere Seite zu befördern.
– Die Füße kamen auch dort an, wo sie ankommen sollten. Der Rest des Körpers kippte aber nicht nach vorne sondern nach hinten. Dass dort normalerweise kein Wasser ist, half uns nicht weiter. Nun hieß es schnellstens aus den Nassen Klamotten und heimwärts.
"Auf Einkaufstour in der Fränkischen Schweiz I" vollständig lesen »
Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
21:21
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Sonntag, 8. November 2009
Meister Vollbier

Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen: Es wird Herbst.
Und eine der besten Möglichkeiten, dieser Tatsache ins Auge zu sehen ist es, sich ein Glas Meister Vollbier einzuschenken.
Schon vom Anblick kann man sich die Freuden des Herbstes ausmahlen. Nämlich in den rotgoldenen Herbsttönen, in denen das Meister Vollbier im Glas leuchtet.
Wer bereits einmal auf der Terrasse der Brauerei Meister in Unterzaunsbach gesessen hat, bekommt bereits beim Anblick dieses Bieres Heimweh nach dort — oder wie heißt es in so einem Fall?
Wer noch nie da war, sollte den rotgoldenen Herbst zu einem Ausflug nutzen, um am fröhlich dahinplätschernden Trubach eine Forelle zu essen und ein Meister Vollbier dazu zu trinken.
Wer aber dazu keine Möglichkeit hat, kann immerhin aus der Ferne an diesem herbstlichen Genuss teilhaben.
Sittsehen kann man sich an dem Anblick nicht, deshalb sollte man einen beherzten Schluck tun.
Was man dann erlebt, ist ein Meisterwerk:
Man schmeckt Malz. Aber keinen schweren Karamellgeschmack, wie man es von manch dunklen Bieren gewohnt ist. Man schmeckt Hopfen. Man schmeckt sogar kräftig Hopfen. Dass bedeutet aber nicht, dass das Bier in die Kategorie bitter einzuordnen wäre. Das Hopfenaroma des Aromahopfens harmoniert mit der leichten süße des Malzes wie die Farbe des Bieres mit den Stimmungen des Herbstes.
Die Rezenz ist eher zurückhalten, es ist eben ein Kellerbier. Das heißt der Kohlensäuregehalt ist geringer als bei vielen anderen Bieren, weil beim Gärprozess mehr Kohlensäure entweichen durfte. Niedrig gespundet nennt sich das. Das bedeutet aber keinesfalls, dass das Meister Vollbier fad schmeckt.
Dieses Bier ist für mich der Innbegriff des fränkischen Bieres. Mag man es nun Lagerbier, Bauernbier, Kellerbier oder schlicht Vollbier nennen.
Dieser Name auf dem Etikett ist ein nettes understatement, benennt es doch schlicht ein Bier mit einem Stammwürzgehalt zwischen 11% und 16%. Das entspricht dem Alkoholgehalt eines normal starken Bieres von knapp 4% bis gut 5%.
Tatsächlich bedarf es keiner genaueren Etikettierung. Denn Meisterbräu braut wie viele andere fränkische Kleinbrauereien nur eine Biersorte — sieht man vom saisonal gebrauten Festbier ab.
Bei Meister gibt es — abgesehen von den bereits erwähnten Forellen noch eine weitere Spezialität: Einen Bierbrand.
Mag ein Schnaps aus Bier zunächst etwas abwegig wirken, so muss man sich vor Augen führen, das ein Whisky genau genommen nichts anderes als ein Bierbrand ist — dem allerdings kein Hopfen zugeführt wurde.
Der Bierbrand von Meister ist jedoch kein Whiskey sondern wurde aus dem frischen Vollbier von Meister destilliert und ist eine gute Ergänzung zu dem köstlichen Bier.
Montag, 2. November 2009
Rittmayer Landbier vs. Lieberth Lagerbier
Letztes Wochenende waren wir wieder auf Einkaufstour in Franken. Dabei führte uns unser Weg auch nach Hallerndorf. Dort gibt es die zwei Brauereien Lieberth und Rittmayer. Vom Wirtshaus der einen kommt man leicht – auch unter widrigen Umständen – in das Wirtshaus der anderen Brauereien. Wer das möchte, kann also den Vergleich der beiden Biere ohne Probleme vor Ort vornehmen.
Ein befreundeter Brauer (Lars, ließt du mit?) hat mir mal erläutert, dass der Reifungsprozess eines Bieres sich im zunehmend harmonischen Zusammenspiel der Zutaten widerspiegelt. Anfangs könne man noch gut die Geschmäcker der einzelnen Zutaten herausschmecken und mit zunehmender Reife werden sie zu einem harmonischen ganzen.
Ob es nun an der unterschiedlichen Reife der beiden probierten Biere liegt, oder an anderen Gründen. Diese beiden Biere, die in Spuckentfernung zueinander gebraut werden, weisen ganz unterschiedliche Charaktere auf.
Probiert haben wir das Hallerndorfer Landbier hell der Rittmayer Barauerei gegen das Lagerbier der Brauerei Lieberth.
Lieberths Lagerbier betört durch seine fränkischen Hopfendröhnung. Die bleibt aber nicht einsam in der Ecke stehen sondern wird sehr lecker von einem vollschlanken Malzkörper ergänzt.
Das Hallerndorfer Landbier kann seine Herkunft auch nicht verleugnen und kommt ebenso mit einer deutlichen Hopfenbittere daher. Dem steht aber – zumindest wenn man vorher ein Lieberth Lagerbier getrunken hat – eine deutliche Süße gegenüber. Beides will sich nicht so recht in einem gemeinsamen Körper finden. Ob ich mit dem Öffnen der Flasche nicht so voreilig hätte sein sollen?
Geschrieben von Guido Felhölter
in Verkostung
um
14:12
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Bierbeschreibung, Expeditionen ins Bierreich, fränkisches Bier, Verkostung, Vollbier
Dienstag, 6. Oktober 2009
Hetzelsdorfer Fränkisches Vollbier
Auf ein gutes Bier verstehen sie sich hier allemal, die Pennings in Hetzelsdorf. Neben Pils und – so es einen Anlas gibt – Festbier, haben Sie ein filtriertes Vollbier und ein unfiltriertes Lagerbier im Ausschank.
Ein typisches Kellerbier haben wir hier vor uns. Soll man es unter die Hellen oder unter die Dunklen einordnen? Als dunklen Bernstein kann man die Farbnote vielleicht bezeichnen, die hier in Hetzelsdorf nicht durch Farbmalz herbeigetuned wurde. Diese Liebe zum Detail bei der Malzgabe sieht man nicht nur, man schmeckt sie auch: Ein leicht malziges Aroma, das aber nicht penetrant karamellig schmeckt. Auch beim Hopfen hat der Braumeister wohl nicht gespart. Das bezieht sich gar nicht so sehr auf die Menge als vielmehr auf die Qualität. Liegt es am handwerklichen Ergeiz oder an der Nähe zu einem der Besten Hopfenanbaugebiete Deutschlands, die Hallertau? Jedenfalls ist die Hopfennote kräftig aber auch wieder nicht penetrant. Die geneigte Leserin wird sicher bereits ahnen, dass wir damit zu dem Schluss kommen, dass das Hetzelsdorfer Vollbier ein großartig ausgewogenes Kellerbier ist, bei dem Alles stimmt: angefangen beim Schaum, über Farbe, Geruch bis hin zum herben aber dennoch malzig vollen Abgang.
Die Meinung der Anderen
Michael Rudolf
2000 Biere
Der endgültige Atlas für die ganze Bierwelt
Hetzelsdorfer Fränkisches Vollbier tapst nicht gar zu finsterfarbig, distinkt gehopft, überaus anspruchsvoll herein. Versteckte Pilsenerallüren mit Malzbetonung auf dem zweiten und vierten Schlag.
Geschrieben von Guido Felhölter
in Expeditionen ins Bierreich
um
20:09
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: Bier, Bierbeschreibung, Expeditionen ins Bierreich, fränkisches Bier, Vollbier
(Seite 1 von 1, insgesamt 12 Einträge)

